In ihrem Abschlussbericht gab Bürgermeisterin Karin Ritter (SPD) einen Überblick über wichtige Maßnahmen und Beschlüsse. Den größten Zeitaufwand 2016 nahmen die Vorbereitenden Untersuchungen (VU) in Anspruch. Mit den VU - Voraussetzung für die Festlegung eines Sanierungsgebietes und damit für die Förderung städtebaulicher Gesamtmaßnahmen - waren das Büro für Städtebau und Bauleitplanung Wittmann, Valier und Partner in Bamberg sowie das Büro Planwerk in Nürnberg beauftragt worden. Diese konnten im September erste Ergebnisse vorstellen.
Zudem gab es nichtöffentliche Sitzungen und Workshops. Erfreulich ist - so Ritter - in diesem Zusammenhang die Zusage des Landratsamtes. Dieses stehe voll hinter den Maßnahmen für die Erneuerung der Ortsdurchfahrt, wobei es sich um eine Kreisstraße handelt. Reichenbach schloss mit dem Tierschutzverein Kronach einen Dienstleistungsvertrag zur Aufnahme und Versorgung von Fundtieren. Die bestehende Vereinbarung mit einem Unkostenbeitrag pro Einwohner von 0,25 Euro war nicht mehr kostendeckend. Reichenbach rundete den angedachten Beitragssatz von 0,87 Euro auf einen Euro pro Einwohner auf. Die Gemeinde gewährte der Jagdgenossenschaft einen Zuschuss für den Waldwegebau von 3000 Euro. Geplant ist auch der Quer aweg. Hier wird man 50 Prozent der mit 7000 Euro veranschlagten Kosten übernehmen. Einen Zuschuss erhielt auch die Katholische Kirchenstiftung - und zwar 1000 Euro für den neuen Zaun an der Marienkapelle. Angeschafft wurde ein Defibrillator.
Auf dem örtlichen Friedhof wurden neue Urnengräber geschaffen. Mit Beginn Juni 2016 schloss die Gemeinde eine neue Nutzungsvereinbarung mit dem örtlichen Gartenbauverein. Dieser verpflichtet sich zur Pflege des genutzten Geländes und der Grünanlagen. Die Gemeinde hat die Gewalt über den Teich und die darin zahlreich vorhandenen Fische - Brachsen. In Kooperation mit dem Bayernwerk wurde die Straßenbeleuchtung in Reichenbach ergänzt. Saniert wurden die WC-Anlagen in der alten Schule. Auch ein neuer Jugendraum wurde eingerichtet. An Silvester kam es hier zu einem Polizeieinsatz, nachdem ein - nicht aus der Verwaltungsgemeinschaft stammender - Jugendlicher darin einen Böller gezündet hatte.


Rücklage von 100 000 Euro

"Wie ein roter Faden zog sich der Straßenbau durch das Jahr 2016", erklärte die Bürgermeisterin. Die Frankenwald- und Fichtenstraße wurden - bis auf witterungsbedingt noch ausstehende kleinere Arbeiten - im Rekordtempo fertiggestellt. Ihr Dank galt auch 2. Bürgermeister Rudi Neubauer (CSU), der im Zuge des Straßenbaus Glasfaserleerrohre verlegt hatte. Dies war als Kostenersparnis für die Anlieger ausgeführt worden. Erfreulich ist weiterhin die finanzielle Lage der Gemeinde, die laut Ritter "keinen Grund zur Klage gebe" - obwohl man wieder einige größere Investitionen getätigt habe.
Hierzu zählte beispielsweise der Defibrillator inklusive Wandschrank mit 1900 Euro, die Toiletten der alten Schule mit 1300 Euro und der Ausbau der Fichten- und Frankenwaldstraße mit 285 000 Euro. Man schaffe erneut eine Rücklage von 100 000 Euro. Sehr erfreulich sind die - um 40 000 Euro höher als geplanten - Gewerbesteuereinnahmen. "Ich freue mich für unsere Gewerbetreibenden, dass sie solche Gewinne machen", so Ritter.


Einwohner Reichenbach


Entwicklung Stand am 1.1.2016: 753 Einwohner
Zuzüge: 42, Wegzüge: 81,
Geburten: 4, Sterbefälle: 12, Stand aktuell: 706 Einwohner.

Änderungen Die hohe Zahl der Weg- und Zuzüge in Reichenbach ergab sich durch die vorübergehende Unterbringung von Asylbewerbern. Derzeit ist kein Asylbewerber mehr in der Gemeinde gemeldet.
In einem Haus wohnen zwei anerkannte Flüchtlinge, die auf der Suche nach einer Mietwohnung sind. hs