Tettauer erhält eine bessere Infrastruktur. Läuft alles nach Plan, sollen die Projekte Schauberger Brücke, Teilbereich der KC 9 in Langenau und die Alte Tettauer Straße sowie der Ausbau der Staatsstraße 2201 von Schauberg zur Landesgrenze Thüringen 2016 abgeschlossen sein.

Wie vom Projektleiter im Staatlichen Bauamt, Servicestelle Kronach, Horst Moser zu erfahren war, erfolgt am 17. Juni für den Brücken- und Einmündungsbereich der KC 9 in Schauberg die Submission. Ende Juli sollen mit den Arbeiten an der Brücke begonnen werden.

Im Zuge der Baumaßnahme soll in diesem Brückenbereich die Straße von derzeit etwa 3,5 Meter auf rund 6,5 Meter verbreitert werden. Zudem wird ein etwa 1,5 Meter breiter Gehweg angelegt. Angebracht wird auch ein Stahlblechdurchlass. Durch den Einsatz des Bauverfahrens KBE - kunststoffbewehrte Erde - sollen Lasten von der Brückenstützwand weggenommen werden.

Während der Bauphase, so Moser, wird der Verkehr durch eine Ampel und eine einspurigen Behelfsumfahrung geregelt. Der Projektleiter geht davon aus, dass die Brücke bis zum Ende des Jahres wieder befahrbar sein wird. Die Restarbeiten sollen Anfang des Jahres 2016 - sobald es die Witterung zulässt - erledigt werden.

Im Zuge der Brückenbaumaßnahme soll auch der Einmündungsbereich erneuert werden. Die Vorfahrtsregelung wird sich laut Bürgermeister Peter Ebertsch dahingehend ändern, das künftig den Kraftfahrern von Tettau aus kommend die Vorfahrt gewährt wird (bisher aus Langenau und Buchbach kommend). Rund 500 000 Euro werden in die Sanierung des Brückenbereiches investiert.

Leitungen werden erneuert
Ein Wunsch der Anliegerin und Unternehmerin Marietta Rösler ist es, dass im Zuge der Schauberger Straßenbaumaßnahmen auch die maroden Wasserleitungen mit saniert werden. In der Vergangenheit habe es mitunter große Probleme, beispielsweise wegen Rohrbrüchen, gegeben. Ein neues Wasserleitungssystem würde diese Schwierigkeiten beseitigen, ist sie überzeugt. Zudem sei es auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten sinnvoll.

Horst Moser und Bürgermeister Peter Ebertsch informieren, dass in den Bereichen, in denen Straßenbaumaßnahmen im Markt Tettau durchgeführt werden, die Wasserleitungen erneuert werden sollen. Was den weiteren Ausbau der Staatsstraße 2201 unterhalb der Schauberger Brücke bis zur thüringischen Landesgrenze betrifft, so hofft der Bürgermeister auf einen Start im Jahr 2016. Es wäre eine tolle Sache, "wenn wir 25 Jahre nach der Grenzöffnung auf bayerischer und thüringischer Seite gemeinsam die offizielle Einweihung feiern könnten".

Wie Horst Moser erklärte, seien bezüglich des rund 800 Meter langen Ausbaus unterhalb der Brücke bis zur Landesgrenze Thüringen die Planungen noch nicht abgeschlossen. Es müssten noch Grundstücksverhandlungen mit Anliegern geführt werden. Dies ginge aber erst, wenn die Planungen abgeschlossen sind, meinte Bürgermeister Peter Ebertsch.

Der Bürgermeister ist erleichtert, dass sich in seinem Gemeindegebiet bezüglich der Verbesserung der Infrastruktur einiges bewegt. Neben dem Brückenbau in Schauberg soll demnächst auch die Kreisstraße KC 9 in Langenau vom nördlichen Ortseingang aus bis zur Ortsmitte in Angriff genommen werden. Auch in diesem Bereich werden neue Wasserleitungen durch die Frankenwaldgruppe gelegt.

Im Bau befindet sich derzeit auch die Gemeindestraße "Alte Tettauer Straße" in Kleintettau. Seit 15 Jahren, so der Bürgermeister, stehe die Maßnahme zur Diskussion. Es sei höchste Zeit, dass diese marode Trasse, die zum Tropenhaus "Klein Eden" führt, saniert werde.

400 000 Euro bringt die Gemeinde dafür auf. Im Gegensatz zu manch anderen Kommunen des Landkreises erhalte die Gemeinde keinerlei Fördermittel. Er frage sich manchmal, ob das gerecht sei.