Um die Stockheimer Vereine hat er sich große Verdienste erworben. In fast allen Interessengemeinschaften war er Schriftführer. Aufgrund seiner großen Verdienste ernannten der FC Stockheim und der Schützenhort Heinlein jeweils zum Ehrenmitglied.

Seit seinem 16. Lebensjahr hielt er dem FC Stockheim die Treue. Er war über Jahrzehnte Spielberichterstatter für die Tageszeitungen in Kronach, auch für das Volksblatt und später dann für den Fränkischer Tag. Beachtlich war vor allem sein Fußballarchiv.

Leidenschaftlicher Fotograf

Heinleins große Leidenschaft galt jedoch dem Fotografieren. Von diesem Engagement haben die Vereine profitiert. So sind aus der Feder von Otto Heinlein Festschriften für den Fußballclub, für die Feuerwehr sowie für den früheren Kriegerverein Stockheim/Wolfersdorf entstanden.

Vorteilhaft für seine Öffentlichkeitsarbeit war die Lehre als Schriftsetzer bei der Kronacher Buchdruckerei Julius Heim, die er im Januar 1946 - also in einer trostlosen Zeit - begonnen hatte. Über 40 Jahre arbeitete er unter schwierigsten Bedingungen mit dem Bleisatz, der schon längst Geschichte geworden ist.

Sport und Kirche

Als jüngstes Mitglied kam Heinlein als Schriftführer in den Vorstand des Stockheimer Schützenhortes. Außerdem übernahm er bei der Wiedergründung des TSV Stockheim im Jahr 1953 die Protokollführung, ebenso bei der KAB und bei der Feuerwehr. Verdienste hat sich Heinlein zudem als engagierter Pfarrgemeinderatsvorsitzender erworben. Nicht zuletzt brachte er sich aktiv in die Kirchenverwaltung mit ein.

Über 40 Jahre hielt der Stockheimer der Gewerkschaft Druck und Papier die Treue. In dieser Arbeitnehmervertretung fungierte er lange Jahre als Kassierer.

Heinlein, Mitbegründer des Heimatkundlichen Arbeitskreises, war 1988 an der Publikation des Bildbandes über den hiesigen Steinkohlebergbau beteiligt. Schließlich galt seine große Leidenschaft dem Stockheimer Bergwerk, denn seine Vorfahren waren alle dort beschäftigt. Bis zuletzt verfolgte er mit großem Interesse die aktuelle Sanierung der bergmännischen Rentei aus dem Jahr 1847.

Zeugnisse aus wichtiger Zeit

Die über 40-jährige Zeit der Zonengrenze und vor allem die Wende nach 1989 ließen sein Fotoarchiv nochmals kräftig anschwellen. Auch der FT profitierte immer wieder vom Sachwissen und von der reichhaltigen Sammlung Heinleins zu dieser Zeit. Gerne stellte er sich in den Dienst unserer Zeitung, um als Zeitzeuge die Erinnerung an die Nachkriegsgeschichte am Leben zu halten.

Bei der Gründung des Heimatkundlichen Arbeitskreises Stockheim/Neuhaus-Schierschnitz im Jahr 1990 war der "Otto" mit Gleichgesinnten beteiligt. Beispielhaft waren seine Heimatverbundenheit, sein Traditionsbewusstsein sowie seine Religiosität. Otto Heinlein hat eine große Lücke hinterlassen; er wird seinen Stockheimern fehlen.