Schon gute Tradition ist es, dass die ehrenamtlichen Jugendleiter im Landkreis Kronach vom Kronacher Kreisjugendring (KJR) mit einer kostenlosen Kinovorführung in der Filmburg für ihren Einsatz belohnt werden. Diese Art des Dankeschön-Sagens gibt es bereits seit 2002, wobei sie bislang zum Ende des jeweiligen Jahres erfolgte; heuer nun erstmals bereits im neuen Jahr. Auch dieses Mal waren rund 100 dieser unverzichtbaren Ehrenamtlichen der Einladung gefolgt - und hatten viel Spaß bei der spritzig-konsumkritischen Komödie "100 Dinge".

Stellvertretender Landrat Gerhard Wunder dankte den Anwesenden für ihr das ganze Jahr über gezeigtes riesiges Engagement. Der größte Teil der Jugendarbeit werde in den Gemeinden und Städten des Landkreises von Ehrenamtlichen geleistet. Diese so wichtige Arbeit nehme einen immensen Stellenwert ein und unterstütze die Politik in ihren vielfältigsten Anstrengungen, den Landkreis in eine gute Zukunft zu führen. Hier habe man junge Leute besonders im Fokus. Ein Beleg dafür sei auch der angestrebte Ausbau des Hochschulangebots im Landkreis Kronach. "Kronach wird Hochschul-Standort", zeigte sich Wunder sicher, dessen Dank auch der engagierten KJR-Vorstandschaft mit dem Vorsitzenden Andy Fischer sowie der kommunalen Jugendarbeit des Landkreises galt.

Obwohl die Arbeit der Ehrenamtlichen unverzichtbar wie auch unbezahlbar sei, wolle man mit der kleinen Aktion wenigstens ein Stück weit die persönliche Dankbarkeit zum Ausdruck bringen, sagte der stellvertretende KJR-Vorsitzende Sebastian Görtler. Zugleich beziehe man damit Position, wie wertvoll und wichtig deren Einsatz für den Landkreis sei. Dass sich Bürger für ihre Mitmenschen einsetzten, sei in der heutigen Zeit keinesfalls selbstverständlich. Man sei daher sehr froh und dankbar, dass sich Jugendleiter hierzu auch heute noch bereit erklären. "Was ihr das ganz Jahr über leistet, ist Wahnsinn. Das könnte man gar nicht alles aufzählen. Ihr leistet die Basisarbeit für eine hervorragende Qualität unserer Jugendarbeit", würdigte er. Vieles davon, was vor Ort geleistet werde, bekomme man gar nicht mit. Allen Anwesenden legte Görtler die Mitwirkung am Jugendpreis des Landkreises zum Thema "Müll = Wertstoff" ans Herz.

100 Tage ohne materielle Dinge

Eine Brücke zur Thematik baute auch die konsumkritische Komödie "100 Dinge", die man ganz bewusst ausgewählt habe. Darin geht es um zwei erfolgreiche Jungunternehmer und Konsumfetischisten. Florian David Fitz und Matthias Schweighöfer wetten im Suff, dass sie 100 Tage ohne ihren Besitz auskommen. Wer es länger ohne materielle Dinge aushält, gewinnt. Weil sie ihren Mitarbeitern Firmenanteile versprochen haben für den Fall, dass einer schummelt oder aufgibt, nehmen diese die Wette ausgesprochen ernst. Nackt und verkatert, mit nichts als einem Schlüssel um den Hals, wachen sie in ihren leer geräumten Wohnungen auf und dürfen jeden Tag nur genau ein Ding aus ihrem Besitz zurückholen.