Der Zuwendungsbescheid für das Projekt "Köhlerei im Thiemitztal" konnte offiziell übergeben werden.
Diesen hatte Leader-Manager Michael Hofmann vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Münchberg mitgebracht.

Hauptvorsitzender Robert Strobel vom Frankenwaldverein als Projektträger strahlte über die Zuschüsse mit den kleinen Sonnenstrahlen, die durch die Bäume auf den noch leeren Platz des Kohlenmeilers blinzelten, denn an der letzten Kohlstätte im Frankenwald soll ein Schaumeiler mit Informationszentrum errichtet werden.

Wie geht es weiter, beziehungsweise wie kann die Meilerstatt neu gestaltet werden? Hierzu sollen diverse Umbau- und Ergänzungsmaßnahmen erfolgen: die Köhlerhütte soll aufgewertet, der Meilerplatz erneuert und der Vorplatz befestigt werden. Geschaffen werden Lagerräume für Werkzeuge, Holz, Holzkohle und Toilettenanlagen.
Eine Strom- und Wasserversorgung wird eingerichtet und Infotafeln sollen erstellt werden.

"Ziel ist die Erhaltung eines historischen Kulturguts, das sowohl für die heimische Bevölkerung, als auch vor touristischem Hintergrund einen einmaligen Anlaufpunkt der Region Frankenwald darstellt", erläuterte der Hofer Landrat Bernd Hering das weitere Vorgehen.

Köhler suchen Nachwuchs

"Ich werde Emil Reuther, dem letzten Thiermitzköhler, von den Neuerungen und der Fortführung seines Wirkens berichten", sagte Bürgermeister Dieter Frank und wünschte sich, dass die Köhlerfreunde um Peter Mannigel und Werner Stumpf mehr Nachwuchs finden. Auf diese Initiative könnten die Männer stolz sein, sagte Frank.

"Bürger gestalten die Heimat - das kann der Frankenwaldverein mit seinen über 10 700 Mitgliedern zurecht sagen und deshalb war das Glück auf deren Seite, denn die Köhlerei war das letzte Projekt, dass in Oberfranken bewilligt wurde", informierte Leader-Manager Michael Hofmann.

Um die Köhlerei anschaulich auch künftigen Generationen nahe zu bringen, sind Kooperationspartner nnötig. Dazu gehört die Stadt Schwarzenbach am Wald, die Logistik und Bauhofleistungen zur Verfügung stellt.

Für die handwerkliche Umsetzung und Organisation der Köhlerfeste sorgen die Köhlergruppe des Frankenwaldvereins, Bayerische Staatsforsten und Staatsforsten Nordhalben mit Gestattungsverträgen, Nutzung von Exkursionen durch Schulklassen, Frankenwaldtourismus oder Volkshochschule.

Ökologisch gesehen gibt es trotz der Rauchentwicklung des Meilers keine negativen Einflüsse auf die Umwelt, da mit Holz ein nachwachsender Rohstoff Verwendung findet. Und bald gibt es wieder biologische Holzkohle, wenn am 16. Mai der Meiler in der Thiemitz wieder angezündet wird.

Woher kommt das Geld?

An Zuschüssen fließen: Fördermittel Leader: 56 000 Euro, Oberfrankenstiftung: 38 700 Euro, Eigenmittel des Vereins: 38 026 Euro; Landkreis Hof: 10 000 Euro, Sparkassenstiftung 10 000 Euro, VR Bank Hof: 1000 Euro, Raiffeisenbank Berg-Bad Steben: 1000 Euro.