Marina Schmitt, SPD-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, sagt, "die Tatsache, dass der Markt 20 Jahre in der Oberen Stadt war, heißt nicht, dass man nicht auch mal etwas Neues ausprobieren könnte". Möglicherweise wäre der Zuspruch in der unteren Stadt größer. Man solle ruhig den Mut haben und es der Aktionsgemeinschaft (AG), deren Konzept als Standortdie untere Stadt vorsieht, mal probieren lassen. "Zurück gehen kann man immer wieder", so Schmitt.

Über die Vertragsbedingungen werde man noch diskutieren müssen, sagt sie.Das sieht auch Bernd Liebhardt, CSU-Fraktionsvorsitzender, so: Auch unter finanziellen Gesichtspunkten gibt es noch Gesprächsbedarf, sagt er. Seine Fraktion gehe ergebnisoffen am Montag in die Sitzung.
Zwei Aspekte seien den CSU-Stadträten allerdings wichtig.

Erstens, dass der Weihnachtsmarkt "nachhaltig erhalten bleibt. Wir sehen aber Verbesserungsbedarf, der Weihnachtsmarkt muss attraktiver werden". Und zweitens, "wollen wir, dass die Idee der Oberen Stadt als Mittelpunkt erhalten bleibt". Michael Zwingmann, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, sagt, es wäre vielleicht nicht schlecht, den Weihnachtsmarkt mal in der unteren Stadt zu machen, "damit man mal einen anderen Blickwinkel bekommt". Zudem vergebe man sich damit nichts. Cilly Volk (Frauenliste) will ihre Entscheidung erst am Montag bekannt geben.

Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (FW) hätte sich gewünscht, dass beide Bewerber um den Markt diesen gemeinsam ausrichten. "Das hat nicht funktioniert", bedauert er. Letztlich befürworte er, "es mit der Aktionsgemeinschaft zu versuchen", betont aber, dass er Markus Steller - dessen Konzept sieht die Obere Stadt als Standort vor - sehr schätze und dies nicht gegen diesen persönlich gehe. "Aber wir sollten auch der Aktionsgemeinschaft mal die Möglichkeit geben", so Beiergrößlein, der an diese appellieren will, auch die Obere Stadt in den Weihnachtsmarkt einzubeziehen.Vorbehalten will sich die Stadt, nach einem Jahr wieder neu entscheiden zu können.