Genutzt werden für die Ausstellung Bestände des ehemaligen Frankenwald-Museums auf der Festung, die seit vielen Jahren eingelagert sind. Angereichert werden sie, wie Projektleiter Michael Nadler betonte, durch eine Vielzahl von Möglichkeiten für die Besucher, die Geschichte durch Mitmachmöglichkeiten zu erleben. So ist beispielsweise angedacht, dass Interessierte die Bestandteile des Schwarzpulvers näher kennenlernen können, mit dessen Hilfe Kanonenkugeln abgefeuert wurden. Gleichermaßen sollen die Gäste der Ausstellung sich selbst als Festungsbaumeister versuchen oder eine Belagerung sozusagen miterleben können. Für die Schau, die die zweite dieser Art im Freistaat sein wird, steht ein Budget von 300 000 Euro zur Verfügung. Die Ausgaben der Stadt werden nach Angaben von Kerstin Löw, Leiterin des Tourismusbetriebs, gänzlich gedeckt - zu einem wesentlichen Teil durch einen Zuschuss der Oberfranken-Stiftung und über Sponsoren. Weiterer Vorteil für die Stadt, so Bürgermeister Beiergrößlein: Kronach kann nach der Ausstellung deren wesentlichen Ergänzungen als Grundlage für ein geplantes Stadt- und Festungsmuseum behalten.