"Sie hatte einen Kinderwunsch", sagte der Münchner Experte Cornelis Stadtland am Donnerstag im Prozess vor dem Landgericht Coburg. Ihr Mann aber wollte - so habe die Angeklagte es ihm erzählt - keine Kinder mehr. Das Verfahren gegen die Eltern der acht in Wallenfels gefundenen Babyleichen hatte am Dienstag begonnen. Die 45-Jährige hat vor Gericht eingeräumt, mehrere Säuglinge getötet zu haben.

Nach Angaben von Stadtland leidet die Mutter nicht an psychischen Krankheiten, auch sei sie nicht alkoholabhängig. Sie habe aber schwierige Beziehungen gehabt, wie der Psychiater sagte. "Das kann dazu führen, dass ein Mensch gestörter wirkt, als er ist."

Nach den drei Kindern, die sie mit ihrem Noch-Ehemann bekommen habe und die am Leben sind, habe sie nicht verhütet und wurde wieder schwanger. "Ich wollte es ja eigentlich", sagte sie dem Sachverständigen zufolge.