Bei einer Freizeit der evangelischen Jugend hatten 27 Kinder sehr viel Spaß. Unter der Anleitung von acht erfahrenen Betreuern beschäftigten sie sich mit Fantasyfiguren und verwandelten sich in Elben, Feen, Zwerge, Hobbits oder Amazonen.

In diesen Rollen erlebten die Kinder mehr und aufregendere Abenteuer, als jedes Computerspiel ihnen bieten könnte. Sie fanden die versunkene Inschrift in einem See, balancierten über eine Slackline, um Zauberblumen zu pflücken, und wagten sich sogar in die absolute Dunkelheit einer Drachenhöhle vor. Dort mussten sie ihren ganzen Mut zusammen nehmen und die Botschaft einer verborgenen Prägeschrift ertasten. All diese Aufgaben waren so gestellt, dass sie Selbstbewusstsein, Mut, Durchhaltevermögen, vor allem aber Teamfähigkeit trainierten und Gemeinschaft erlebbar machten.

Für die Kinder war das ein Riesenspaß, bei dem sie ganz nebenbei sehr viel lernten.
Das sollte sich schon bald bewähren. In einer Pause spielten einige verstecken. Vier Jungs versteckten sich in der Putzkammer und zogen die Tür hinter sich zu. In diesem Moment ging in dem Schloss wohl etwas kaputt, denn die Tür ließ sich durch die Klinke nicht mehr öffnen. Die Kammer war jedoch beleuchtet und auch gut belüftet und so hatten die vier sogar ihren Spaß an der Sache. Als dann der eilends herbeigerufene Hausmeister sich auch nicht anders zu helfen wusste, als ein großes Loch in die Tür zu sägen, war das Abenteuer für diese vier Jungs perfekt. Lachend und scherzend krochen sie durch das Loch und hatten danach viel zu erzählen.

Zum Schluss wurde es noch einmal bunt. Die Kinder fanden es toll, dass sie schon so viel geleistet hatten und dabei oft pfiffiger als Elben oder geschickter als Zwerge waren. Also ließen sie ihre Fantasyrollen hinter sich und bereiteten zusammen einen großen bunten Abend mit dem Motto "Schaut mal, was wir können" vor. Und das war wirklich erstaunlich!

Da waren Kinder zu bewundern, die auf Alltagsgegenständen Schlagzeug spielten, bei "Kinder gegen Erwachsene" waren sie in vielen Disziplinen erfolgreicher als die Betreuer und sie wagten sich sogar an Shakespeare. Eine Gruppe von sechs Kindern zeigte eine, natürlich stark gekürzte, Fassung von Hamlet, wobei die Hauptdarsteller durch echtes schauspielerisches Talent glänzten.

Nach einem Abschlussgottesdienst ging es dann nach Hause. Manche waren darüber ein wenig traurig, aber es gibt ja eine Fortsetzung im nächsten Jahr, auf die sich nun schon alle freuen.