Die Revitalisierung des Jahns-Bräu-Areals in Ludwigsstadt ist am vergangenen Freitag einen deutlichen Schritt vorangekommen. In einer nichtöffentlichen Sitzung wertete das Preisgericht unter dem Vorsitz von Architektin Petra Schober aus München die Planungsentwürfe von insgesamt elf renommierten Büros, die sich am Planungswettbewerb beteiligten. Die Preisträger stehen nun fest. Dies teilte die Stadt Ludwigsstadt mit.
Die Jury habe aus erfahrenen Architekten und Städteplanern als Fachpreisrichter sowie Vertretern der Stadt Ludwigsstadt und der Investorengesellschaft als Sachpreisrichter bestanden, so die Stadt in ihrer Mitteilung. Unterstützt wurde die Jury von dem Verfahrensbetreuer Franz Ullrich und weiteren Beratern.


Vorstellung folgt im Mai

Am meisten habe die Jury-Mitglieder letztendlich der Entwurf der [lu:p] Architektur GmbH aus Grub am Forst überzeugt, die gemeinsam mit dem
Münchner Büro Stautner+Schäf antraten. Insgesamt zeigten sich die Teilnehmer der Preisgerichtssitzung von der Vielfalt der von den Büros ausgearbeiteten Lösungsvarianten begeistert, heißt es weiter.

Für die Bestenauslese nahm man sich deshalb viel Zeit: von neun bis 19 Uhr tagte das Gremium. Die Preisverleihung und eine detaillierte Vorstellung der Ergebnisse wird am Mittwoch, 18. Mai, in Ludwigsstadt folgen. Danach sollen dann die Wettbewerbsbeiträge der Öffentlichkeit in einer Ausstellung präsentiert werden.
Das Areal der ehemaligen Jahns-Bräu liegt seit 2011 brach. Die Stadt Ludwigsstadt hat gemeinsam mit der Investorengesellschaft JAB einen Ideenwettbewerb mit Realisierungsteil zur Revitalisierung des Geländes ausgelobt.


Rennsteig-Region fördern

Aus der Brache soll ein weiteres Leuchtturmprojekt in der Rennsteig-Region hervorwachsen. Auf dem Areal soll zukünftig mit dem "Jahnshof" ein Ort mit attraktiven handwerklichen, kulturellen und gastronomischen Angeboten entstehen, erklärt die Stadt die Planung.

Die Regierung von Oberfranken unterstützt das Projekt im Rahmen der Städtebauförderung. Wie bereits berichtet, Wie Feuerpfeil erklärte, rechnet die JAB Immobilien mit Investitionskosten in Höhe von rund fünf Millionen Euro. Mit welchen Kosten sich die Stadt Ludwigsstadt letztlich insgesamt beteiligen wird, stehe noch nicht genau fest. Das Projekt, das sich über 17 000 Quadratmeter erstrecken wird, soll nicht nur Einheimische anlocken, sondern vor allem den Tourismus in der Rennsteig-Region ankurbeln. red