Und hin und wieder ziehe es sie in Geschäfte; dann lasse sie das eine oder andere auch einmal unbezahlt mitgehen. Dies hat ihr in ihrem jungen Leben nun schon neun Verurteilungen eingebracht, die alle zur Bewährung ausgesetzt wurden, da ihr die Gutachter durchaus "Bewährungsfähigkeit" attestierten.

Auf die Bewährung ließ sich das Gericht ein, wie Richterin Huber in ihrer Urteilsbegründung festhielt, weil sie der Vortrag des Verteidigers überzeugt habe. Nach dem Antrag der Staatsanwaltschaft auf eine Freiheitsstrafe von fünf Monaten hatte Verteidiger Michael Linke plädiert, der jungen Frau noch einmal eine Bewährung zuzugestehen, verbunden mit den Auflagen, 150 Arbeitsstunden zu leisten und sich von einem Gutachter helfen zu lassen, ihr Leben in den Griff zu bekommen. Linke gab seiner Mandantin mit auf den Weg, dass sie sich unbedingt Arbeit suchen müsse. Richterin Huber unterstrich, dass dies ihre letzte Chance sei. Beim nächsten Mal gebe es kein Pardon. che