Neunmal schon stand die 26-Jährige vor Gericht. Neunmal wegen Diebstahls. Und wieder fand sie gestern eine milde Richterin, welche die Freiheitsstrafe von fünf Monaten "ein allerletztes Mal zur Bewährung" aussetzte. Die 26-jährige Frau zeigte vor Gericht Reue. Sie habe keine Arbeit, lebe von Hartz IV und zudem noch in Scheidung, gab sie an. Die achtjährige Tochter lebe bei ihrem Noch-Ehemann. Die Frau wohne bei einem Freund.

Staatsanwältin Michaela Heublein warf der Angeklagten vor, sie habe kurz vor ihrer Hauptverhandlung im Juli wegen Ladendiebstahls in einem Kronacher Großmarkt erneut versucht, Waren im Wert von 68,33 Euro ohne Bezahlung durch die Kasse zu schleusen. Zwei Speicherkarten, Bleistiftspitzer, Buntstifte und eine Brotdose hatte sie im Rucksack verstaut. Einen Pullover zog sie an und ihre Jacke darüber. "Somit hat die Angeklagte erneut versucht, fremde Sachen sich rechtswidrig zuzueignen", sagte die Anklagevertreterin.


Die 26-Jährige gesteht


Auf Drängen ihres Verteidigers Michael Linke räumte die 26-Jährige ihre Vergehen ein. Sie zeigte Reue. Auf Nachfrage von Richterin Jana Huber erklärte sie, dass sie die Hauswirtschaftsschule besucht und auch abgeschlossen habe, aber ohne Job sei. Auf Befragen, was sie den ganzen Tag mache, gab die Angeklagte an, dass sie bei ihrem Freund putze und viel Fernsehen schaue.