Keine Bahn fährt, keine Ampel funktioniert, Aufzüge und Rolltreppen stehen, elektrische Türen verweigern sich, ebenso die Kassen in Geschäften. Einen Stromausfall dieser Art erlebten die Münchner zuletzt vor 20 Jahren. Das steht an sich dafür, dass es um die Sicherheit unseres Stromnetzes gut bestellt sein muss.

Noch, betont der Energietechniker Professor Claudi. Wenn es so bleiben soll, müsse allerdings mehr Geld in den Netzausbau investiert werden. Sowohl bei der Stromproduktion als auch bei der Netzauslastung werden die benötigten Reserven nämlich immer knapper kalkuliert. Gerade in den kommenden Wintermonaten dürfte sich deshalb die Lage für die Stromnetze wieder kritisch zuspitzen. Spätestens mit der Gänsebratenspitze am ersten Weihnachtsfeiertag wird sich zeigen, ob die Reserven ausreichen oder nicht. Wenn nicht, könnte an Weihnachten die Küche kalt bleiben. Kein schöner Gedanke.