Ja, die Zahlen sind hoch. Auch im Landkreis Kitzingen. Aber wie überall in Deutschland ist ein Großteil der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus auf private Feiern zurückzuführen. Wie beispielsweise in Dornheim , wo sich am eigentlichen Kirchweihwochenende 45 Personen im Umfeld einer privaten Feier angesteckt haben. Um die Welle zu brechen, muss es deshalb deutschlandweit Einschränkungen geben. Beim Lockdown auch die Gastronomie zu schließen, ist eine Fehlentscheidung. Denn dort finden laut Robert-Koch-Institut (RKI) nur 0,5 Prozent aller Ansteckungen statt.

Bars und Clubs, also Einrichtungen, die sich durch den Konsum von Alkohol auszeichnen, sollten schließen. Doch wer auch Restaurants als Treffpunkt verbietet, treibt die Menschen erst recht ins Private. Statt gut ausgearbeiteten Hygienekonzepten gibt es dort nur die unkontrollierte Verbreitung des Virus. Die Feiern zu Hause sind laut RKI weiterhin der stärkste Pandemietreiber und machen weit mehr als 0,5 Prozent der Fälle aus. Immerhin: Finanzminister Olaf Scholz verspricht, 75 Prozent des Umsatzausfalls zu ersetzen. Das könnte der Gastro-Branche helfen, aber nur wenn das Geld unbürokratisch und schnell ausgezahlt wird. Kultur und Kinos stehen dagegen bisher ohne Hilfen da.