Ob der Prachtbau letztlich 30 oder 50 Millionen Euro gekostet hat, ist kein Aufreger mehr. Wesentlich schlimmer ist ein anderer Verdacht, der jetzt laut geworden ist: Der Herr Bischof soll Stiftungsgelder für sein Prestigeprojekt zweckentfremdet haben. Millionen des St. Georgswerks sollen in falsche Kanäle geflossen sein.

Nicht wie ursprünglich gedacht in Unterstützungsmaßnahmen für arme, kinderreiche Familien, sondern in eine wohlfeile bischöfliche Residenz. Aber, seien wir ehrlich: Verwundert das? Nein. Genauso wenig wie das nächtliche bischöfliche Auftauchen des Franz-Peter Tebartz-van Elst an seinem Limburger Dienstsitz.

Was er dort heimlich treibt? Er wird seine Post erledigen, sich vielleicht mit frischer Wäsche eindecken und zusehen, dass er wieder verschwindet, ehe der Morgen graut. Vielleicht doch noch schnell eine kurze Erfrischung in der freistehenden Badewanne. Ach ja, das bischöfliche Leben, es hätte so schön sein können. Eigentlich bleibt jetzt nur noch zu fragen, wann die Kirche diesem Spuk endlich ein Ende bereitet.