Es lässt sich wunderbar erkennen, welche Parteien aufgrund ihres Programms miteinander koalieren könnten und welche nicht. Persönliche Befindlichkeiten einmal außen vor gelassen. Die kann man nicht berechnen. Womit die Politik trotz allen technischen Einsatzes unberechenbar bleiben muss.

Aber nicht nur die Politik, auch der Wähler bleibt unberechenbar. Da hilft auch die Flut an Umfragen nicht weiter. Er ist und bleibt für den Politiker ein unkalkulierbares Risiko. Weshalb Prognosen bezüglich des Ausgangs der Bundestagswahl auch wenige Wochen vor dem Stichtag gewagt sind. Ein wenig spekulieren darf man trotzdem - nach dem Ausschlussprinzip. Wir fragen: Kann rot-rot eine Koalition eingehen?

Antwort: Bei den berechtigten Vorbehalten vieler Sozialdemokraten gegen den PDS-Nachfolger ein klares Nein. Bleibt eine rot-grüne oder eine schwarz-gelbe Koalition. Das Problem: Glaubt man den Umfragen, erhält rot-grün kaum eine ausreichende Mehrheit. Und schwarz-gelb? Das geht nur, wenn die Liberalen über die Fünf-Prozent-Hürde kommen. Vor zwei Jahren galt die für die FDP als unüberwindbar. Inzwischen scheint wieder alles möglich.

Sollten die Gelben scheitern, bliebe wohl nur eine große Koalition aus Union und SPD. Gefühlt gibt's die eh längst. Und was können wir jetzt ausschließen? Eigentlich nur rot-rot.