Zwei Photovoltaik-Freiflächenanlagen mit je einer Leistung von 750 Kilowatt peak sollen auf Kaltensondheimer beziehungsweise Biebelrieder Gemarkung jeweils neben der Autobahn entstehen. Der Gemeinderat Biebelried gab in seiner Sitzung am Donnerstag seine grundsätzliche Zustimmung, allerdings müssen die jeweiligen Planungsbüros der Anlagen diese dem Gemeinderat in der nächsten Sitzung noch detaillierter erläutern.

Bei Kaltensondheim liegt oberhalb der Staatsstraße 2272 und neben der Autobahn eine 1,42 Hektar große landwirtschaftlich genutzte Fläche, auf der eine Photovoltaik-Freiflächenanlage errichtet werden soll. Florian Golinski von der Suntec Energiesysteme GmbH aus Wolkshausen will dort die Anlage bauen. Die beantragte Fläche liegt auf Gemarkung der Gemeinde Biebelried. Falls tatsächlich eine Teilverschiebung nach Norden auf das Nachbargrundstück notwendig würde, wäre auch Kitzingen betroffen, da die Grundstücksgrenze auch Gemarkungsgrenze sei, hieß es im Ratsgremium. Golinski betonte, dass Photovoltaikanlagen wieder wirtschaftlich betrieben werden könnten. Der Landwirt sei bereit, seine Fläche zu verpachten. Auch der Netzanschluss sei geklärt.

Solche Dinge sind auch beim Vorhaben der Südwerk Projektgesellschaft geklärt, die im Bereich der Alten Straße bei Biebelried neben der Autobahn auf einer Fläche von zwei Hektar eine Photovoltaikanlage errichten will, wobei die Fläche nicht ganz für die Anlage benötigt wird. Eine spätere Erweiterung schloss Manuel Zeller von Südwerk nicht aus. Im Januar oder Februar nächsten Jahres könnte Baubeginn sein.

Der Gemeinderat sprach sich für beide Vorhaben mehrheitlich für ein reguläres statt ein vorhabenbezogenes Bebauungsplanverfahren aus. Dazu parallel laufen die Änderungen des Flächennutzungsplanes. Vor dem Satzungsbeschluss ist jeweils ein städtebaulicher Vertrag abzuschließen.

Ein einigen Bereichen des künftigen Baugebiets Pförtlein in Kaltensondheim sind archäologihsce Funde zu erwarten. Dies hatten Sondierungen des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege ergeben. Das Landesamt vermutet Reste einer Siedlung. Es könnte sich um Ausleger einer bereits bekannten Siedlung sein oder um eine neue Siedlung, deren Zentrum im Bereich des Sportplatzes gelegen haben könnte. Wenn dies so ist, dann dürfte im Bereich des Sportplatzes auf Grund früherer Bodenarbeiten nichts mehr gefunden werden. Die Fachbehörde empfahl als weiterführende bauvorgreifende Untersuchung zwei Sondierungen von jeweils vier Metern Breite. Die Kosten dafür trägt laut Bürgermeister Roland Hoh die Gemeinde Biebelried.

Im Zuge der Planung für das neue Baugebiet Pförtlein in Kaltensondheim werden die bestehenden Abwasseranlagen untersucht. Neben einer TV-Untersuchung sollen auch Kanal und Pumpwerke gereinigt werden. Den Auftrag dafür erhielt die Firma Kanal-Türpe zum Angebotspreis von 5335 Euro.

Eine Dankes- und Ehrenurkunde hat Bürgermeister Roland Hoh Mayor Tony Chang zukommen lassen, der sich bei einem Unfall auf der Bundesautobahn A3 im Dezember vergangenen Jahres als Ersthelfer vorbildlich verhalten habe.

Aus den Reihen des Gemeinderats wurden noch kurz die Drainage an der Kirche in Kaltensondheim, das weitere Vorgehen in der Dorferneuerung im Bereich der ehemaligen Bundesstraße 8 und das Parken am Westheimer Friedhof thematisiert.