Die Erleichterung darüber, dass wieder eine ordnungsgemäße Jahreshauptversammlung stattfinden konnte, war bei den Mitgliedern des Großlangheimer Schützenvereins allenthalben zu spüren. Da in den beiden vergangenen Jahren eine Versammlung nicht möglich war, wurden am Freitag auch zahlreiche Ehrungen für langjährige Vereinstreue durchgeführt. Zudem wurde eine neue Vereinsführung gewählt. Erster Schützenmeister ist nun Michael Sterk, er tritt die Nachfolge von Gerhard Heinlein an, sein Bruder Dominik ist sein Stellvertreter.

"Im März 2020 hatten wir die letzte Hauptversammlung, zwei Wochen später war nichts mehr wie es war, Schießsport war nicht mehr möglich", ging Heinlein in seinem Bericht auf die damaligen Verhältnisse ein, die auch dazu führten, dass Rundenwettkämpfe und das Bürgerschießen abgesagt werden mussten. Erst ab Juni 2021 konnte das Schießtraining wieder aufgenommen werden.

Seit April findet wieder allgemeines und gut besuchtes Training auf den elektronischen Schießständen statt, das Bürgerschießen ist für den 31. Juli angesetzt. "Ab März 2020 wurde alles auf den Kopf gestellt", stellte auch Schriftführerin Heike Sterk fest. Sie ging auf die Themen der acht Ausschusssitzungen ein, die teilweise im Freien "oder zu Hause am PC stattfanden und es ging meist darum, was möglich ist".

Neue Schießanlage kostete 30.000 Euro

Schatzmeisterin Karin Rickel berichtete von Kauf und Installation einer neuen Schießanlage, die rund 30.000 Euro kostete "und da ist es gut, wenn man Rücklagen hat, da auch eine neue Anlage im hinteren Schießraum ansteht". Ansonsten habe man in finanzieller Hinsicht zwei "katastrophale Jahre" hinter sich, da es keine Veranstaltungen wie zum Beispiel Bürgerschießen oder Weinfest gegeben habe.

Sportleiter Klaus Rickel bedauerte, dass Rundenwettkämpfe und Meisterschaften abgebrochen werden mussten. Eine Ausnahme bildeten die Bezirksmeisterschaften, bei denen die Großlangheimer Schützen gute Ergebnisse erzielten. Er äußerte die Hoffnung, dass nun wieder komplette Rundenwettkämpfe stattfinden können.

Der neue Schützenmeister Michael Sterk bedankte sich für großen Einsatz, "da die letzten beiden Jahre viel Kraft gekostet haben", wobei der Umbau der Schießstände viel abverlangt habe. Stellvertretend für alle Einsatzwilligen hob er das Engagement von Ehrenschützenmeister Oskar Pfannes hervor, der als Zeugwart "und als guter Geist des Schützenhauses" dem Verein diente. Die Versammlung dankte mit langanhaltendem Beifall und Standing Ovations.

Klaus Rickel zum Ehrenmitglied ernannt

Herzliche Dankesworte richtete Sterk auch an die Damen, die sich um Haus und Verpflegung kümmern. Bürgermeister Peter Sterk lobte die "fleißigen Leute im Verein, der gut aufgestellt ist, jetzt eine der modernsten Schießanlagen besitzt und nach vorne blickt".

Der Bürgermeister leitete die Neuwahlen, die neben den schon genannten beiden neuen Schützenmeistern Schatzmeisterin Karin Rickel, Sportleiter Klaus Rickel und Schriftführerin Heike Sterk ohne Gegenstimme in ihren Ämtern bestätigten. In den Ausschuss wurden Ulf Fabian, Walter Haupt, Gerhard Heinlein, Matthias Mader, Dieter Will und Matthias Will gewählt. Revisoren bleiben Elmar Endres und Matthias Will.

Ehrungen: 15 Jahre aktiv: Petra Will, Dieter Will, Harald Lawatsch, Peter Bröhl.

25 Jahre aktiv: Gerhard Heinlein, Sebastian Will, Steffen Pfannes, Michael Sterk.

25 Jahre Mitglied: Wolfgang Artmann, Klaus Pfannes, Christian Saum, Melanie Schumpa, Ottmar Förth, Thomas Haupt, Michael Haupt.

40 Jahre aktiv: Elmar Endres, Jürgen Popp, Heike Nicola, Erich Hoppert, Ingrid Piskol, Walter Haupt.

50 Jahre Mitglied: Norbert Hufnagel, Karl Bergmann.

60 Jahre aktiv: Friedrich Henke, Friedrich Pfannes.

60 Jahre Mitglied: Edgar Kraft.

Ernennung zum Ehrenmitglied: Klaus Rickel.