Eine baulastige Sitzung hatte der Marktgemeinderat Seinsheim. Neben privaten Bauanträgen wiederholte das Gremium nochmals seinen Beschluss zum Dorfgemeinschaftshaus in Iffigheim, da es nun doch eine gewisse Zeit gedauert hatte, bis der Zuwendungsbescheid für den Neubau bei der Gemeinde eingetroffen war.

"Es hat sich viel getan", bilanzierte Ruth Albrecht kurz und knapp ihr erstes Jahr als Bürgermeisterin. Wegen Corona finden die Ratssitzungen allerdings immer noch im Jugendheim statt.

Dann stieg das Gremium auch schon in die Tagesordnung ein. Zwei Einfamilienhäuser sollen im neuen Wässerndorfer Baugebiet An der Leite entstehen. Hier erteilte das Gremium sein Einvernehmen zu einigen Befreiungen vom Bebauungsplan.

Ein Bauwerber möchte einen Bungalow mit Flachdach errichten, der Bebauungsplan schreibt eigentlich ein Satteldach vor. Beim anderen Einfamilienhaus sollen statt roter Ziegel anthrazitfarbene Ziegel aufs Dach.

"Besser so, als wenn etwas rutscht", kommentierte Ruth Albrecht den Wunsch eines Bauwerbers, auf seinem Grundstück in Iffigheim eine Stützmauer zu errichten. Diese soll 22,4 Meter lang und 3,10 Meter hoch sein.

Bis der Zuwendungsbescheid für das Dorfgemeinschaftshaus in Iffigheim im Rathaus eingetroffen ist, verstrich einige Zeit, weswegen der Gemeinderat zum Neubau des Bürgerhauses erneut sein Einvernehmen erteilte. In dieser Zeit waren einige Dinge noch geklärt worden. Zum Beispiel war es um ein Fenster oder um die Notwendigkeit einer weiteren Türe gegangen.

Sorge bereiten der Bürgermeisterin die exorbitant gestiegenen Holzpreise. Sie will den Arbeitskreis und den Gemeinderat rechtzeitig informieren, wenn die Firma damit beginnt, das bestehende Gebäude auf dem Areal unterhalb der Kirche abzureißen.