Bei der katholischen Pfarrkirche St. Peter und Paul in Seinsheim ist die 2010 begonnene Fassaden- und Dachsanierung zwar längst abgeschlossen, der Zuschuss der politischen Gemeinde steht aber noch aus. Der ist deswegen nicht zeitnah geflossen, weil die Gemeinde finanziell dies nicht hatte schultern können. Immerhin geht es um 25 000 Euro.

Die Summe war immer wieder von Haushalt zu Haushalt geschoben worden, vergangenes Jahr sei sie herausgenommen worden, sagte Bürgermeister Heinz Dorsch. Auch wenn der Zuschuss vom Haushalt also "vergessen" worden ist, die Kirchenstiftung hat dies nicht. Deswegen lag nun der Antrag auf finanzielle Unterstützung wieder auf dem Tisch, zumal eine Sockelsanierung ansteht.

Der Gemeinderat steht zu seinem Wort. Es besteht zwar laut Dorsch keine Baulast für den Turm, dafür habe man aber die 25 000 Euro als Zuschuss versprochen. Das Geld wird im Haushalt 2021 eingestellt und dann ausbezahlt.

Nicht billig wird die Klärschlammentsorgung werden, sagte Dorsch. "Es kann künftig nur noch die Verbrennung geben", meinte der Bürgermeister. Demnächst würden wieder etwa 300 Kubikmeter gepresst, was 50 Tonnen Schlamm entspreche. Rund 17 000 Euro kostet dies die Gemeinde in diesem Jahr, ein Jahr zuvor seien rund 12 000 Euro dafür angefallen. Trotz Pressung und Verbrennung müsse der Schlamm beprobt werden. Mit 1400 Euro schlägt das zu Buche.

Benötigt werden für die Kläranlage zudem ein neues Labormessgerät (960 Euro) und ein akkubetriebener Probennehmer (3830 Euro). Da es in der Kläranlage derzeit zu einem Schlammauftrieb kommt, muss ein Beflockungsmittel zugegeben werden. Das kostet rund 4700 Euro.