„Ich würde mir wünschen, dass ihr Euch und somit Ochsenfurt bald in der alten A-Klasse wiederfindet.“ Das waren die Worte von Bürgermeister Peter Juks bei der Mitgliederversammlung des OFV, der im Jahr 2017 aufgestiegen ist. Jetzt kommt der Verein tatsächlich (wieder) in die A-Klasse – jedoch in die „neue“ und allerdings nach einem Abstieg.

Ein Missverständnis?

Seinen Wunsch von 2017 hatte der Bürgermeister nun in der Mitgliederversammlung 2018 etwas konkretisiert. Er meinte nämlich im vergangenen Jahr mit „alter A-Klasse“ die jetzige Kreisliga, welche zu seiner aktiven Fußballzeit mit „A-Klasse“ tituliert wurde. Und angesichts des Abstiegs – eben in die A-Klasse – konnte er sich ein Schmunzeln nicht verhehlen, ist der Pressemitteilung des OFV zu entnehmen.

Der Bürgermeister dankte dem Verein vor allem aber auch für dessen Aktivitäten außerhalb des Fußballfeldes, ganz im Sinne der Stadt Ochsenfurt. „Ihr seid richtig gut – hier wird immens viel geleistet“, war seine Botschaft im vollbesetzten Nebenzimmer des Sportheims. Und ein Präsent hatte er auch parat: Der Stadtrat hat beschlossen, zunächst im Jahr 2018 allen Ochsenfurter Vereinen mit eigenen Sportanlagen oder Sportheimen je 1000 Euro zukommen zu lassen, so auch dem OFV.

Der Vorsitzende Jürgen Fischer blickte auf die vergangenen Monate im Verein, untermalt mit vielen Bildern. Unter den Anwesenden waren außer Bürgermeister Peter Juks die beiden Sportreferenten Rosa Behon und Herbert Gransitzki, Stadträtin Ingrid Stryjski, die Ehrenvorsitzenden Wolfgang Haaf und Karl-Heinz Zwerenz sowie weitere Ehrenmitglieder des Vereins und Walter Meding als Vorsitzender der JFG Maindreieck-Süd (Jugendfördergemeinschaft).

Goldene Raute mit Ähre

Sportlich gesehen hinterfragte Fischer das Herrenteam, ob wirklich alles gegeben wurde, um den Abstieg zu verhindern. Fußball sei vor allem eine Herzenssache und nicht, wie oft behauptet werde, eine Kopfsache, so der Vorsitzende.

Er stellte aber auch heraus, dass im Verein viel geleistet wurde und zählte all die Aktivitäten auf. Darunter sind die Theater- und Faschings-Crew, das Weinfest und der Libella-Cup sowie das OFV-Ferienwoche-Team. Wichtige Arbeit würden auch die Website- und Stadionheft-Macher leisten, genauso wie Blue-Point- und die Kegelbahn-Organisatoren. Der Dank ging auch an die Jugendleiter Sandro Michel und Christian Heigl sowie an den Alte-Herrn-Leiter Hans-Jürgen Zernentsch. Am Ende seiner Rede stellte er stolz fest, dass dies alles auch dem Bayerischen Fußballverband nicht entgangen sei, der den OFV mit der „Goldenen Raute mit Ähre“ im Jahr 2017 auszeichnete.

Stolz auf den Verein

Vereinsehrenbeauftragten Walter Meding sagte: „Wir können sehr stolz auf unseren OFV sein. Da wird uns auch ein Abstieg des Herrenteams nicht daran hindern können. Erfolg habe viele Neider und wir haben viel Erfolg“, setzte er „höchst selbstbewusst oben drauf“ und erntete dafür viel Applaus. Auch der Bericht des „sehr erfolgreichen Kassiers“ Reiner Angly gab Anlass zu Lob in höchsten Tönen von Revisor Manfred Niesner.

Treue Mitglieder

Schließlich erfolgten die Ehrungen. Folgende Personen wurden für die Treue zum Verein gewürdigt:

Auf 15 Jahre Mitgliedschaft bringen es Moritz Büser, Florian Lauer, Dominik Pfister, Max Langer, Stefan Müller, Anita Heer, Peter Rechter jun., Benyamen Turan, Dieter Oppelt, Christian Schneider, Thuridur und Hans-Ullrich Gläser. Dafür gab es die Vereinsnadel in Bronze.

25 Jahre beim OFV sind Manfred Niesner, Andrea und Ottmar Michel, die die Vereinsnadel in Silber bekamen.

Für 40 Jahre beim OFV gingen die Vereinsnadel in Gold und das Ehrenzeichen des Bayerischen Fußballverbands (BFV) in Gold an Manfred Lochner, Martin Reinhard, Michael Kämmer und Rudolf Keppner.

50 Jahre im Verein sind Rainer Grünewald, Karlheinz Ruchser und Hans Zier (BFV-Verbandsehrenmedaille in Silber);

Auf 60 Jahre bringt es Walter Rhein (Verbandsehrenmedaille in Gold), auf 70 Jahre Ehrenmitglied Josef Gehring. Er erhielt ein besonderes und persönliches Präsent des Vereins.

Barrierefrei im Sportheim

Am Ende der Versammlung lobte Walter Meding die Sportheimplaner und -sanierer für den Einbau von behindertengerechte Toiletten und barrierefreie Zugänge, wo immer es auch möglich war und wünschte zumindest noch einen Behindertenparkplatz direkt auf dem Parkplatz vor dem Vereinslokal.