Erhard Müller ist Ehrenkommandant der Westheimer Feuerwehr. In ihrer Versammlung am Mittwochabend im Rathaus des Biebelrieder Ortsteils bedankten sich die Wehrleute mit dieser Auszeichnung bei Müller für sein langjähriges und vielfältiges Engagement.

Wie Vereinsvorsitzender Alfred Wolf in seiner Lobesrede ausführte, ist Erhard Müller seit 45 Jahre aktives Mitglied der Westheimer Feuerwehr. In dieser Zeit war er sechs Jahre lang stellvertretender Kommandant, 24 Jahre lang Kommandant und hat zudem den Verein über zwölf Jahre als Vorsitzender geleitet. Zusammen mit Müller ehrte stellvertretender Landrat Wilhelm Sturm für 40 Jahre Feuerwehrdienst die Aktiven Jürgen Kay, Klaus Müller und Friedrich Meyer.

Insgesamt, so Kommandant Marcus Müller in seinem Jahresbericht, hat die aus 38 Aktiven, davon zwei Frauen, bestehende Westheimer Wehr ein aktives Jahr hinter sich gebracht. Zwar waren nur zwei Einsätze zu leisten – eine Ölspur quer durch den Ort und die Sicherung beim Martinszug des Kindergartens – doch gab es acht Gruppenübungen, eine Gesamtübung und eine Übung mit den beiden anderen Ortsteilwehren und der Nachbarwehr aus Sulzfeld in den engen Gassen im Ort am Main. Die beiden Überprüfungen der Wehr durch die Landkreisführung und die Feuerwehrschule brachten nur kleine Mängel zutage.

Die Jugend der Feuerwehr, so ihr Leiter Tobias Mulzer, legte erfolgreich den Wissenstest ab und war auch bei allen Übungen der Wehr dabei. Wissenstest und ein Bowlingabend stehen für das laufende Jahr an.

Maibaumaufstellen, Wanderung, Teilnahme am Bonuslauf, Dorffest, Christbaumaufstellen: Das gesellschaftliche Leben in Westheim wäre ohne die Feuerwehr ärmer, wie der Bericht von Alfred Wolf deutlich machte. Intensiviert werden soll die Zusammenarbeit mit den Westheimer Landfrauen, die künftig beim Aufstellen des Weihnachtsbaums mitmachen sollen. Zudem hat der Verein investiert, ins Feuerwehrhaus und neben frischer Farbe auch eine „feuerrote Küchenzeile“ installiert. Über 5000 Euro hat die Wehr dabei aus eigenen Mitteln aufgewendet.

Als „Ortsteil mit der größten Feuerwehrdichte“ bezeichnete Bürgermeisterin Renate Zirndt Westheim. Im Bereich der Wehren klappe die Zusammenarbeit zwischen den drei Dörfern sehr gut, wie die gemeinsame Truppmannausbildung im vergangenen Jahr zeigte. Diese Zusammenarbeit gefiel auch Kreisbrandinspektor Bernd Rüdiger. Sie sei nicht nur im Einsatzfall wichtig, sondern reduziere auch die Arbeit, etwa bei der Ausbildung.