Anfragen der Bürger sind im Gemeinderat Buchbrunn eher selten. In der Sitzung am Donnerstagabend aber ergriff Dietmar Riedel namens des Gesellschafterrats des Dorfladens "Kummrei" das Wort und beklagte als Sprecher, dass die letzte Versammlung 2018 stattgefunden habe. Es finde sich niemand, der eine neue Versammlung einberufe, aktuelle Zahlen müssten aber publiziert werden.

Riedel forderte den Gemeinderat und Bürgermeister Hermann Queck auf, die Geschäftsführung des Dorfladens zu veranlassen, eine solche Versammlung einzuberufen. Dazu setzte er eine Frist bis 31. Dezember 2022. Werde diese nicht eingehalten, trete der Gesellschafterrat zurück. Der im Jahr 2014 eröffnete Dorfladen verfügt über ein vielfältiges Angebot, hat aber das Problem, dass er nicht kostendeckend arbeitet.   

Gemeinderat Michael Friederich vertrat bislang die Auffassung, die Versammlung werde vom Gesellschafterrat einberufen und nicht vom Geschäftsführer. Queck räumte ein, dass es im Dorfladen derzeit nur einen Geschäftsführer gebe, und kündigte eine Versammlung an, da auch Wahlen anstünden. Eingetretene Verzögerungen seien wegen der Pandemie zulässig gewesen.

Erst zu Beginn der Sitzung hatte Queck die Ratsrunde davon in Kenntnis gesetzt, dass er den Vorsitz im Aufsichtsrat des Dorfladens – anders als zuletzt angekündigt – nun doch weiterführen werde. Dies sei die beste Lösung. Allerdings verstehe er sich dabei nicht als Geschäftsführer.

Gemeinsamer Klimaschutz: Wird dafür ein Manager eingestellt?  

Zunächst hatte die ILE-Umsetzungsleiterin in der MainLandAllianz Veronika Endres das von der Stadt Dettelbach angestrebte Klimaschutzkonzept vorgestellt, dem sich die weiteren MainLand-Gemeinden anschließen können.

Beginnend mit einer Potenzialanalyse mit Treibhausgasbilanz, lässt sich daraus ein Ziel entwickeln, bis wann etwa Klimaneutralität erreicht werden kann. Zur Nutzung kommen Liegenschaften der Gemeinde ebenso in Frage wie die Förderung privater Einrichtungen.

Aus gegebenen zwölf wesentlichen Handlungsfeldern sollen gemeinsame Schwerpunkte erarbeitet und dann ein Planungsinstrument für gemeinsames systematisches Vorgehen vereinbart werden. Jede Gemeinde kann anhand des Konzeptes dann eigenständig handeln.

Die Beteiligten müssten einen Klimaschutzmanager einstellen, da in der VG niemand die umfangreichen Anträge erledigen könne. Alle Maßnahmen sind über das bayerische Klimaschutzprogramm mit bis zu 90 Prozent förderfähig. Es läuft zwar zum Jahresende aus, wird aber nach Kenntnis der ILE-Managerin verlängert. Details sind noch nicht bekannt.

Endres erinnerte gleichzeitig an das Regionalbudget, das auch für 2023 mit Antragsfrist 2022 wieder aufgelegt werde. Vorhaben müssten zwischen dem 1. Januar und dem 31. Oktober 2023 umgesetzt werden.

Weiter wurde am Ratstisch behandelt

An vier Stellen wurde im Dorf das in Dettelbach verwendete System zur Rattenbekämpfung eingebaut.

Jugendbeauftragter David Haaß beklagte, zu wenig Kontakt zur örtlichen Jugend zu haben. Der Bürgermeister regte eine Jungbürgerversammlung an, zu der er auf Antrag den Jugendbeauftragten Haaß und Thomas Friederich einladen werde.

Eine Einladung aller Nutzer des Gemeinderaums wünscht sich Michael Friederich. Er will abfragen, was die einzelnen Nutzer dort benötigen. Eine Versammlung aller Vereine soll sich anschließen.