Die Kläranlage beschäftigte die Wiesenbronner Gemeinderäte um Bürgermeisterin Doris Paul in ihrer Sitzung. Zum einen rätselt die Gemeinde samt der Fachleute nach wie vor, warum es immer wieder enorme Ausreißer bei den Messungen zur Reinigungsleistung gibt und woher diese kommen. Zum anderen fühlte sich Gemeinderat Reinhard Hüßner vom zuständigen Ingenieurbüro nicht ausreichend über einige Dinge dazu informiert. Man erkenne keinen roten Faden bei den Ausführungen zu manchen Fragen, monierte er.

Gemeinde muss viel investieren

Fakt ist, dass die Gemeinde in die bestehende Anlage kräftig investieren muss, unter anderem in eine technische Anlage, um die geforderte Wasserqualität beim Ablauf zu erreichen. Vergangenen Winter war die Anlage umgekippt, deswegen bestehe erst recht Handlungsbedarf.

In der Sitzung kamen die Räte nicht so recht weiter, auch weil keiner der zuständigen Fachleute persönlich kommen konnte, um manches zu erläutern. So wunderte sich Gemeinderätin Juliane Ackermann über die völlig unterschiedlichen Werte, die beim Klärschlamm gemessen wurden. Dazu merkte Anton Hell an, dass die angewandten Messverfahren wohl völlig unterschiedlich seien. Einmal sei ein Amphibienfahrzeug dazu eingesetzt worden, das den Schlamm aufgewirbelt habe. Beim anderen Mal wurde quasi von Hand gemessen.

Erklärungsbedarf

Ratsmitglied Reinhard Hüßner fand es fragwürdig, dass der beauftragte Ingenieur nicht mit dem Klärwärter der Gemeinde gesprochen habe. Bürgermeisterin Doris Paul sah nur eine Möglichkeit: Die Ingenieure sollen das Vorgehen dem Gemeinderat in der nächsten Sitzung erklären, eine weitere Diskussion ohne sie sei schwierig. Das sahen die Räte ein.