Von Wilhelm Busch stammt der schöne Satz: "Musik wird oft nicht schön gefunden, weil sie stets mit Geräusch verbunden." Nun wird dieses "Geräusch" von jedem etwas anders wahrgenommen. Deutlich zu laut war offenbar das, was am Freitagabend aus einer Wohnung in der Egerländer Straße in Kitzingen drang. Dorthin wurde gegen 19.30 Uhr die Kitzinger Polizei wegen Verdachts auf Ruhestörung gerufen. Sie traf einen "polizeibekannten 57-Jährigen", wie es in ihrem Bericht heißt, der in seiner Wohnung "überlaute Musik" konsumierte.

Nachbarn hätten bei dem angetrunkenen Mann bereits um Ruhe ersucht – vergeblich. Die Beamten flöteten dem Mann schließlich ein paar deutliche Worte ins starre Gemüt, worauf dieser die Musik leiser drehte. Kaum hatten die Beamten die Wohnung verlassen, ging der Krach von neuem los. Die Polizei stand also schon wenig später erneut vor der Tür des Mannes, machten diesmal aber kurzen Prozess und stellten das Stromkabel der Musikanlage sicher. "Damit", so heißt es im Bericht, "war die Nachtruhe der Anwohner gesichert."

Der Mann konnte sich sein Kabel tags darauf auf der Wache wieder abholen. Um eine Anzeige wegen Ruhestörung kommt er aber nicht umhin.