Mit dem neuen Baugebiet "Am Schwanberg" fällt der bisherige Kompostplatz für Rödelsee weg. Einen neuen zu errichten ist wegen strenger Auflagen sehr teuer. Deswegen verzichtet die Gemeinde darauf.

Das Wasserwirtschaftsamt hatte der Gemeinde mitgeteilt, dass Häckselplätze den Vorgaben der "Anforderungen an die Lagerung von Strauch- und Baumschnitt" entsprechen müssten. Ein Häckselplatz gilt demnach als Anlage zum Lagern, Abfüllen, Herstellen und Behandeln wassergefährdender Stoffe.

Der Neubau könne nicht von Seiten der Wasserwirtschaft gefördert werden. Zudem gewährt weder der Freistaat Bayern noch der Landkreis Kitzingen Zuschüsse zur Errichtung eines solchen Häckselplatzes. Darüber hinaus sind die Folgekosten für den Unterhalt und gegebenenfalls die Entsorgung wassergefährdender Stoffe aus dem Betrieb eines Häckselplatzes für die Gemeinde nicht kalkulierbar.

Eine halbe Million Euro wäre nötig

Auch die Stadt Iphofen wird in Nenzenheim keinen neuen Lagerplätz für holzige Abfälle aufgrund des Abfall- und Wasserrechts erstellen, gab es als Informationen für den Gemeinderat. Bernd Lussert, der für den erkrankten Bürgermeister Burkhard Klein die Sitzung leitete, verlas auch ein Schreiben der Planer, die von der Errichtung eines neuen Häckselplatzes abrieten. Denn auf Grund der Auflagen müssten rund eine halbe Million Euro investiert werden.

Die Gemeinde setzt nun auf Container-Lösungen. Der Grundsatzbeschluss, dass von der Errichtung eines neuen Häckselplatzes Abstand genommen wird, wird beibehalten.

Ausführlich beschäftigte sich der Gemeinderat mit den eingegangenen Anregungen und Einwänden zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan der Firma Intraprofil im Gewerbegebiet Fröhstockheim. Die Firma produziert Trockenbauprofile. Um die Produktionskapazität zu erhöhen, benötigt es ein gutes Lagerwirtschaftskonzept, das eine große Kapazität zur Einlagerung vorsieht. Um das zu realisieren, plant die Firma eine Erweiterung einer asphaltierten Lagerfläche in südlicher Richtung mit einer Größe von rund 10.700 Quadratmetern. 

Kritik an hohem Flächenverbrauch

Die drei Ratsmitglieder der Freien Liste für Fröhstockheim-Rödelsee und den Schwanberg kritisierten den hohen Flächenverbrauch, weswegen sie bei einigen Abwägungspunkten dagegen stimmten. Einstimmig bis Mehrheitlich stimmte der Rat aber den Abwägungsbeschlüssen zu. Obwohl ein Vertreter der Firma in der Sitzung mündlich Einverständnis signalisierte, wird der Gemeinderat erst in seiner Sondersitzung am 31. August den nächsten Schritt der erneuten Auslegung beschließen.

Bei vier gegen fünf Stimmen lehnte der Rat das Angebot der LKW und damit die Beschaffung einer innovativen, smarten Bank beim "terroir f" ab. Zustimmung gab es hingegen für eine Umstellung der Leuchtmittel auf Dimmung beim nächsten Wechsel.