Der Stein war förmlich zu hören, der Marktbreits altem und neuen Bürgermeister Erich Hegwein da am Sonntagabend um 18.58 Uhr vom Herzen fiel, als endlich für ihn die Erlösung kam: Mit 37 Stimmen Vorsprung lag er nur knapp vor seinem Herausforderer Harald Kopp.

Dieser lag in den vier Wahllokalen der Stadt Marktbreit deutlich vorn. Erst die Stimmen aus Gnodstadt und der drei Briefwahllokale brachten die Wende für den Amtsinhaber.

Deutlicher Gewinner der Stadtratswahlen in Marktbreit ist die SPD, die von drei auf fünf Mandate zulegen konnte. Verlierer sind die Freie Wählergemeinschaft Gnodstadt und die Freien Wähler in Marktbreit, die je ein Mandat einbüßten. Nicht mehr im Stadtrat vertreten sind dadurch Gernot Stratenberg (CSU) und Karin Bradenstein (FW), obwohl beide auf aussichtsreichen Listenplätze kandidierten.

19 Stimmen mehr

Noch knapper als in Marktbreit fiel die Entscheidung in Marktsteft, wo Amtsinhaber Rudolf Riegler nach 18 Jahren auf eine weitere Kandidatur verzichtete. Mit einem Vorsprung von gerade Mal 19 Stimmen setzte sich hier Thomas Reichert (CSU) gegen Simone Ossenkämper (FW) durch. Das Erstaunliche: Reichert hatte sich erst kurz vor Fristende zu einer Kandidatur entschlossen und musste wenige Tage vor Ablauf dieser Frist in einer eigens dafür einberufenen Versammlung nominiert werden. Beide Bürgermeisterkandidaten verbrachten den Sonntagabend im Wahllokal – und zählten Stimmen aus.

Verlierer der Stadtratswahl ist die Freie Wählergruppe Michelfeld, die nur noch zwei Mandate hat, sodass Richard Haack nicht mehr dabei sein wird. Einen Stadtrat mehr stellt nun die CSU, bei Freien Wählern (vier Mandate) und Sozialem Bürgerblock (drei Mandate) gab es keine Veränderungen. Erstaunlich: Bürgermeister Rudolf Riegler, der erneut als Stadtrat kandidierte, hat insgesamt nur die fünftmeisten Stimmen errungen.