Vieles ist beim SV Nenzenheim derzeit im Umbruch, aber auch im Werden, wie bei der Jahreshauptversammlung deutlich wurde: Nach über 20 Jahren steht bei der Fußballabteilung das Ende der Spielgemeinschaft (SG) mit Seinsheim an. Für das Sportheim stehen Investitionen an. Und da die Zukunft des Nenzenheimer Weinfests, das der SV gemeinsam mit dem Weinbauverein organisiert, noch immer ungewiss ist, steht eine wichtige Einnahmequelle auf der Kippe.

Vorsitzender André Müller berichtete, dass der FC Seinsheim in der kommenden Saison keine Spieler mehr stellen werde, womit die SG, für die im Jahr 2001 sogar ein eigener Verein gegründet wurde, obsolet wird. Somit verbleiben noch die Kicker aus Markt Einersheim mit in der SG. Aus der Marktgemeinde kommt auch der neue Trainer Josef Unser. Beim Saisonabschluss in der A-Klasse belegte die SG den siebten Platz mit der ersten Mannschaft, mit der zweiten in der B-Klasse Platz 11. In die U11 entsenden die Nenzenheimer Spieler nach Markt Einersheim, in die U13 nach Willanzheim.

Heizung im Sportheim fällt regelmäßig aus

Claudia Schreier berichtete von rund 15 Mädchen und Jungen, die regelmäßig den Kindersport besuchen, den sie regelmäßig mit Syndi Schumann anbietet. Coronabedingt habe man im Winter jeweils zwei kleinere Gruppen gebildet, jetzt darf der Nachwuchs aber wieder zusammen trainieren. Step Aerobic und Yoga bietet Cornelia Baumbach an, vorwiegend Frauen, dafür aber altersmäßig bunt gemischt, nehmen regelmäßig an den Einheiten teil. Die Gruppenleiterinnen beklagten den regelmäßigen Heizungsausfall im Sportheim, weswegen man schon zeitweise in den Feuerwehr- oder den Gemeindesaal umgezogen war. Der Vorstand will sich nun Angebote für neue Heizsysteme umschauen, idealerweise nach ökologisch hohen Standards.

Stadtteilreferent Alexander Hansch brachte die ersten Zahlen und Rückmeldungen zum "Kleinen Weinfest" mit, das um den 1. Mai rund um die Feuerwehr gehalten wurde und auf hohe Resonanz gestoßen war. Bald müsse eine Entscheidung getroffen werden, ob man im kommenden Jahr wieder ein großes Zeltweinfest veranstalten wolle. Vor allem für den SV mit seinen hohen Fixkosten bedeutet das Fest eine wirtschaftliche Größe. In die Festgemeinschaft entsendet der SV nun Schriftführer Martin Sandreuter als weiteres Mitglied.

Sportfest soll wieder Geld in die Kasse spülen

Mit einem Sportfest am ersten Juli-Wochenende soll wieder Geld in die Kassen des SV gespült werden. André Müller kündigte für den 1. Juli ein Altherren-Derby gegen eine Mannschaft aus Iphofen an, bei der sogar Bürgermeister Dieter Lenzer sich wieder die Fußballschuhe anziehen wird. Abends ist am Gelände des SV dann DJ-Musik und Gaststättenbetrieb angesagt. Tags drauf findet ein Gaudi-Turnier von Nenzenheimer und anderen Vereinen statt, die sich bei Geschicklichkeitsspielen messen sollen. Am Abend spielen die "Schwarzier Buam" auf.

Für 150 absolvierte Spiele für den Verein wurde Nico Nees geehrt. 350 Mal trat Manfred Falk für den SV Nenzenheim gegen den Ball.