Hat ein Autofahrer den „Stinkefinger“ gezeigt oder hat das ein anderer Verkehrsteilnehmer nur falsch verstanden? Diese Frage gilt es nun zu klären.

Wie die Polizei Kitzingen in ihrem Pressebericht mitteilt, war am Samstagmittag ein 32-jähriger Autofahrer mit seiner Familie in seinem blauen Opel Corsa auf der Bundesstraße 8 von Mainbernheim in Richtung Kitzingen unterwegs. Vor dem Opel fuhr ein roter VW Passat, dessen Fahrer seinen Arm aus dem Seitenfenster gestreckt und den „Stinkefinger“ gezeigt haben soll. Im Anschluss, so der Polizeibericht, soll der VW-Fahrer unvermittelt noch so stark abgebremst haben, dass der Opel-Fahrer trotz Vollbremsung auf die Gegenfahrbahn habe ausweichen müssen, um ein Auffahren auf den VW zu vermeiden.

Der VW-Fahrer wurde kurze Zeit später im Rahmen einer Fahndung von der Polizei angehalten. Zur Rede gestellt meinte dieser nur, dass es sich seitens des Opel-Fahrers um einen „Wahrnehmungsfehler“ handeln würde. Gegen den 43-Jährigen wird nun wegen Beleidigung, Nötigung und Straßenverkehrsgefährdung ermittelt.