Bauherren mit einer schwerbeschädigten Person in der Familie können in Zukunft in den Kitzinger Baugebieten Buddental und Hammerstielweg zu einem günstigen Bauplatz kommen. Die Stadt gewährt zehn Prozent Rabatt (pro Quadratmeter ohne Erschießung) beim Kauf eines städtischen Bauplatzes.

Mit 15 zu 14 stimmte eine knappe Mehrheit des Kitzinger Stadtrats einem entsprechenden Antrag der SPD-Fraktion zu. Damit erhalten Schwerbehinderte beim Kauf von eigengenutztem Wohnraum die gleiche Ermäßigung wie Familien, die seit 2007 zehn Prozent des Kaufpreises sparen, wenn Kinder da sind. Voraussetzung ist, dass eines der Familienmitglieder (Großeltern, Eltern oder Kinder) bei Kauf des Grundstücks zu mindestens 50 Prozent schwerbehindert ist. Ein doppelter Rabatt (Kinder und Schwerbehinderte) ist aber nicht möglich.

Heimatliches Umfeld ermöglichen

Ihren Antrag hatte die SPD-Fraktion damit begründet, dass Schwerbehinderte mehr als andere auf ihr heimatlichen Umfeld angewiesen seien. Die Stadt sollte sie daher beim Erwerb eines städtischen Grundstücks unterstützen. Wegen der Behinderung entstünden in den meisten Fällen für Schwerbehinderte bei einem Neubau wesentlich höhere Baukosten, um etwa barrierefrei zu bauen.

Die neue Regelung war im Stadtrat nicht unumstritten, zumal dieser Personenkreis von verschiedenen Stellen gefördert wird und eine solche Unterstützung nicht Aufgabe einen Kommune sein könne, wurde argumentiert. Dennoch gab es am Ende eine, wenn auch knappe, Mehrheit.