„Die Zeit geht schnell vorbei“, sagte die Vorsitzende des Schlossruinenvereins Wässerndorf, Monika Rützel. Der Verein wird heuer nämlich zehn Jahre alt. Seine Aufgabe ist es, die Geschichte um das Dorf und sein Schloss an die Nachfahren weiterzugeben.

Am Wochenende des Tages des offenen Denkmals wird wie alle Jahre das Schlossruinenfest stattfinden. Dort feiert der Verein den Geburtstag mit. Am Samstag könnte sich der Vorstand ein Geschicklichkeits-Wurf-Spiel vorstellen, das Willi Köhler vorstellte. Dabei gilt es, gegnerische Holzstücke zu treffen, ohne dass der König in der Mitte umfällt. Köhler hofft, dass sich für das Fest etliche Mannschaften finden.

Klaus Rützel rief den Mitgliedern bei der Jahresversammlung, die der Schlossruinenverein wegen des guten Wetters wieder beim Anwesen Brand im Freien abhielt, die Holzaktionen der vergangenen Jahre rund um das Schloss in Erinnerung. Auch eine Zufahrt in den Graben sei geschaffen worden.

Der Verein wird sich auch weiterhin um das Kulturgut Schloss kümmern, auch wenn das Anwesen in Privatbesitz ist, versicherte Monika Rützel. Aber es gibt auch Träume im Verein, dass die Ruine irgendwann einmal der Gemeinde oder dem Verein gehören wird. Denn auch Bürgermeister Heinz Dorsch weiß, dass das Wässerndorfer Schloss großes Interesse hervorruft. Es habe sich gelohnt, vor zehn Jahren einen Verein zu gründen, sagte Dorsch. Die Kultur werde wieder mehr geschätzt, freute sich der Bürgermeister, der große Hoffnungen auf die wissenschaftliche Bearbeitung des Schwarzenberger Archivs im Staatsarchiv, das er kürzlich besuchen durfte, setzt. 900 laufende Regalmeter seien es, die der Bearbeitung harrten. Auch Unterlagen über Wässerndorf seien vorhanden. Die Auswertung werde aber noch einige Jahre dauern.

Vielleicht werden die Auswertungen Neues zu Tage bringen. Doch schon jetzt erfreut sich nicht nur die Schlossruine großen Interesses, sondern auch das Dorf selbst, berichtete Monika Rützel, die sich deshalb auch Dorfführungen vorstellen kann. Geplant in diesem Jahr sind neben dem Schlossruinenfest eine Traumrunden-Wanderung und Besuche im Fastnachtsmuseum Kitzingen sowie im Militärmuseum Stammheim.

Bei den anstehenden Neuwahlen kandidierte nur Franz Rützel nicht mehr. Für ihn wählten die Mitglieder Philipp Rützel neu in den Vorstand. Bestätigt für weitere fünf Jahre wurden die Vorsitzende Monika Rützel, Stellvertreterin Petra Rützel, Kassiererin Sonja Brand, Schriftführer Bernd Mark sowie die Beisitzer Walter Moser, Michael Pinnau, Klaus Rützel, Christin Geheeb, Willi Köhler und Cornelia Nagler sowie die beiden Kassenprüfer Karl Köhler und Reinhard Brand.