"Wir haben ausgemacht, dass wir den Radweg bei Gelegenheit zusammen befahren, aber ohne E-Bike dann am besten hier von Gnodstadt nach Marktbreit statt in die andere Richtung", meinte Landrätin Tamara Bischof zum SPD-Landtagsabgeordneten Volkmar Halbleib bei der Eröffnung des Radwegs zwischen Marktbreit und dem Stadtteil. Denn der 3,5 Kilometer lange Rad- und Wirtschaftsweg geht von Marktbreit nahezu nur bergauf und weist aufgrund der Topografie ordentliche Steigungs-Passagen aus.

Bürgermeister Harald Kopp freute sich über den Zieleinlauf des Radwegs, dass das letzte größere Projekt seines Amtsvorgängers Erich Hegwein war. Harald Kopp legte den Landwirten ans Herz, auf den Radweg aufzupassen und bei Bedarf auch zu säubern. "Ich habe in meiner Amtszeit kaum eine Gnodstädter Bürgerversammlung ohne das Thema Radweg erlebt", erklärte Erich Hegwein und es bedauerte, dass er wegen der Corona-Pandemie die Einweihung nicht mehr in seiner Amtszeit vollführen konnte.

Freistaat förderte Baumaßnahmen mit knapp 50 Prozent

Er ging auf die Zwangspunkte der Autobahnbrücke und Kurve ein und erinnerte an schwierige Grundstückeverhandlungen. Der asphaltierte Radweg hat eine Breite von drei Meter plus einen geschotterten Seitenstreifen, erst nach der Autobahnbrücke wird der Radweg auf Marktbreiter Gemarkung schmäler.

Tamara Bischof sprach von einer "wunderbaren Streckenführung" und merkte an, dass die Gnodstädter und Kinder jetzt gefahrlos auf dem Rad nach Marktbreit fahren können. "Das Fahrrad ist heute mit dem Siegeszug des E-Bike eine immer beliebtere Ausflugsart", schnitt die Landrätin auch den touristischen Sektor an. "Die Menschen brauchen und nutzen Radwege", fand Volkmar Halbleib und auch die Landwirte profitieren von dieser Art der Infrastruktur. Deswegen habe der Freistaat in den vergangenen Jahren die Mittel für solche Projekte aufgestockt. Von der knapp einer Million Baukosten gewährte der Freistaat einen Zuschuss von 450 000 Euro.

Gnodstadts Siebenerobmann Manfred Krauß ging auf den Bauverlauf seit März ein und betonte die gute Unterstützung des Leiters des Kitzinger Vermessungsamtes, Steffen Händler. Er sprach Erich Hegwein seinen Dank dafür aus, dass die Marktbreiter und Gnodstädter Siebener schon vor acht Jahren die ersten digitalen Flurkarten bekommen hatten, wofür sie von vielen Kollegen im Landkreis beneidet worden seien. Zum Dank überreichte Krauß dem Altbürgermeister eine Bildercollage mit Widmung.