Diese Anfrage im Dettelbacher Stadtrat war abzusehen: Wie schon im vergangenen Jahr zur gleichen Zeit, meldete sich CSU-Rätin Sandra Ehmer am Donnerstagabend unter dem Tagesordnungspunkt Anfragen der Stadtratsmitglieder. Warum waren die Ufer des Baches durch die Stadt wieder nicht rechtzeitig zum Weinfest gemäht, so ihre Frage.

Auch wenn das mit der Weinfestgemeinschaft so abgesprochen gewesen sei: Der Bach hätte durchaus rechtzeitig zum Besucheransturm am vorausgegangenen Wochenende gemäht werden können. Zudem sei ihr zugetragen worden: „Da sind giftige Pflanzen dabei.“

Auch wenn das Grün im Bach in diesem Jahr besonders üppig sprießt, ein Blick in ein Pflanzenbestimmungsbuch hätte schnell Entwarnung gegeben. Riesen-Bärenklau – Hautkontakt mit Pflanzenteilen kann in Verbindung mit Licht zu Verbrennungserscheinungen führen – ist im Bachbett nicht zu sehen.

Und so fiel die Antwort von Bürgermeisterin Christine Konrad auch entsprechend aus: Vor dem 20. Juni werden solche Flächen in Dettelbach nicht gemäht. Zum einen aus Naturschutzgründen, denn bis dahin könnten dort noch Vögel brüten.

Zum anderen soll die Vegetation im Bach umgestellt werden. Wer auf Dauer diese wuchernden Pflanzen vermeiden möchte, der muss den Boden von Nährstoffen ausmagern. Das ist aber nur dann erfolgreich, wenn die Pflanzen Nährstoffe aus dem Boden gezogen, also eine bestimmte Wuchshöhe erreicht haben. Dann muss das Mähgut auch entfernt werden. Wird zu früh gemäht, bleibt der Bewuchs auf Dauer so dicht. Diese Umstellung der Vegetation brauche allerdings einige Jahre.

Argumente, die Sandra Ehmer durchaus nachvollziehen konnte. Diese Fakten sollte das städtische Personal auch kommunizieren können, so ihre Forderung, dann würde sich mache Nachfrage erübrigen. Der Termin 20. Juni gelte auch für Gräben im landwirtschaftlichen Bereich, so Konrad auf eine Anfrage von Siegfried Voltz.