Pressemitteilungen schreiben, die Arbeit der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Volkach transparenter machen, Ansprechpartner sein: Seit einem Jahr erfüllt Katja Eden diese Aufgabe als Pressesprecherin der VG Volkach, in Teilzeit 24 Stunden pro Woche. Im Interview spricht sie über den Start unter Corona-Bedingungen, erklärt ihre Aufgaben und verrät ihren Lieblingswein.

Welchen Job machen Sie für die Stadt Volkach?

Katja Eden: Ich bin zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der Verwaltungsgemeinschaft Volkach mit den Gemeinden Nordheim, Sommerach und Volkach. Im Zusammenspiel mit meinen Kollegen informiere ich die Bürger, was in der Stadt und der VG Volkach passiert. Außerdem fungiere ich als Ansprechpartnerin für die Medien.

Wie sind Sie dazu gekommen?

Eden: Ich habe mich auf eine öffentliche Stellenausschreibung beworben und wurde ausgewählt.

Können Sie Ihr erstes Jahr in einem Satz beschreiben?

Eden (lacht): Ein Satz, das wird schwierig. Es war ein für uns alle sehr turbulentes, aufregendes Jahr mit einem Thema, das nahezu alles überschattet bzw. beeinflusst hat. Meine ganz persönliche Bilanz: Ich habe in diesem Jahr viele neue Kontakte geknüpft, tolle Menschen kennengelernt, viele neue Dinge erfahren, den eigenen Horizont erweitert und einen besonderen Zusammenhalt gespürt und erlebt – gerade auch im beruflichen Kontext.

Wie viele Pressemitteilungen haben Sie in einem Jahr verfasst?

Eden: Weit über 100 Pressemitteilungen (PM). Doch PMs zu verfassen und auszusenden ist ja nur ein Teil meiner Aufgaben als Pressereferentin. Ich kümmere mich auch um die Redaktion der VolkachZeit, gebe Input für die Website, unterstütze beispielsweise die Hauptverwaltung mit Rat und Tat. Zudem bespreche ich mich mit den Kollegen, was und wie etwas veröffentlicht werden kann oder sollte. Ganz wichtig ist natürlich auch, dass wir im Team immer auch an einer Weiterentwicklung der Kommunikation mit und für die Bürger arbeiten. Stichwort Transparenz der Verwaltung.

Wie stark hat Corona Ihre Arbeit erschwert?

Eden: Die Arbeit ist tatsächlich anders geworden und in mancherlei Hinsicht schwieriger, denn manche Themen lassen sich meines Erachtens mit Abstand und Maske nicht mehr so umsetzen wie vor Corona. Auch die visuelle Umsetzung von Themen ist durch Corona eine andere geworden.

Gibt es auch Kollegen im Rathaus, die ihre Berichte lieber selbst schreiben?

Eden: Ich dränge mich nicht auf, aber ich glaube, es sind alle froh, dass es mich gibt und ich, falls gewünscht, die Kollegen unterstütze. Man muss ja nicht immer das Rad neu erfinden, aber es ist ganz vernünftig, wenn eine Stelle koordiniert und Ansprechpartner sowohl für die Kollegen der Verwaltung als auch für die Medien ist.

Muss das denn überhaupt sein, eine Pressesprecherin? Ist das nicht rausgeworfenes Geld?

Eden: Viele Themen erscheinen auf den ersten Blick als staubtrocken. Da kommt die Pressereferentin ins Spiel, um das „Staubtrockene“ für Bürger interessant und transparent zu machen. Viele Sachgebietsleiter und Sachbearbeiter in der gesamten VG sind perfekt in ihrem Aufgabengebiet, aber der Schritt zu einer öffentlichen Darstellung gehört normal nicht zu ihren Kernaufgaben.

Wie gut kannten Sie Volkach vorher und welchen Blick haben Sie jetzt auf die Stadt?

Eden: Da ich ortsfremd bin als gebürtige Triererin und seit über 30 Jahren in Schweinfurt lebe, entdecke ich Volkach tatsächlich komplett neu durch die Arbeit. Klar kannte ich Volkach auch schon vor meiner Tätigkeit im Rathaus – aber eher als Tagesausflug mit Shoppingbummel, Weinverkostung, Spaziergang durch die Weinberge. In meinem ersten Jahr hier habe ich viele Eindrücke in das städtische Leben gewonnen und interessante Menschen kennengelernt.

Haben Sie einen Lieblingsplatz in Volkach?

Eden: Auch wenn Sie es vermutlich nicht glauben, aber das Rathaus. Ich bin wirklich gerne im Volkacher Rathaus, es hat eine positive Wirkung auf mich – natürlich auch getragen von meinen Kollegen, die mir den Start sehr einfach gemacht haben. Aber es gibt noch viele Plätze in Volkach, an denen ich mich gerne aufhalte und das reicht vom Bauhof über die Altstadt (mit Barockscheune, Stadtbibliothek, den Gassen und Gässchen) bis zum Main und den Weinbergen. Die gesamte Mainschleife ist ein herrliches Stück Erde und ich bin (fast) immer gut gelaunt, wenn ich hier sein kann.

Und haben Sie einen Lieblingswein?

Eden: Das ist einfach – der Silvaner!

Zur Person: Katja Eden

Katja Eden, geboren 1961, hat nach dem Abitur ein Volontariat gemacht und anschließend mehrere Jahre als Redakteurin bei der Tageszeitung Trierischer Volksfreund gearbeitet. Es folgte ein Studium in Würzburg. Eden hat drei erwachsene Töchter.
Seit vielen Jahren betreibt sie das Pressebüro Eden, das zum einen im Auftrag eines journalistischen Mediums arbeitet, zum anderen im Auftrag von Menschen, Firmen, Organisationen und Vereinen. Dabei reicht die Bandbreite von Artikeln über PR-Texte, Pressemitteilungen und Newslettern bis zu Kundeninformationen.
(bh)