Christine Wolf (Allgemeine Bürgerliste/ABL) ist nicht mehr Mitglied des Biebelrieder Gemeinderates. In seiner Sitzung am Dienstag in Westheim stimmte der Rat einem Antrag Wolfs auf Entlassung aus dem Ehrenamt zu.

Christine Wolf hatte Ende Juni für ihren Rücktrittswunsch gegenüber Bürgermeisterin Renate Zirndt (ABL) „moralische und berufliche Gründe“ angegeben. Hintergrund war die Auseinandersetzung um die „Briefkastenaffäre“ von Bürgermeister-Vize Jochen Kuhstrebe.

Ratsmitglied Gunnar Krauß (CSU/Freie Bürger) gab am Dienstag Bürgermeisterin Zirndt die Schuld am Rücktritt Wolfs: „Dass eine Gemeinderätin, die fast 18 Jahre im Gemeinderat war, zurücktritt, ist auch das Ergebnis Ihrer Regierungsarbeit hier in der Gemeinde“, sagte er in Richtung Bürgermeisterin. Renate Zirndt sprach ihrerseits davon, dass der Gemeinderat den Rücktritt Wolfs bedauere. Listen-Nachrücker ist Guido Böhm aus Biebelried.

Weitere Themen: • Genehmigt wurde der Bauantrag von Gerhard Brandmann auf Neubau eines Milchviehstalles mit Güllegrube in der Lage Seehetten in Biebelried. Geplant ist ein Stall für 90 Kühe und 20 Kälber. • Bei drei Gegenstimmen erteilte der Rat sein Einvernehmen mit dem Vorhaben von Bernd Müller, der am Lindelbacher Tor südlich des ehemaligen Lagerhauses einen Jungvieh-Freiluftstall errichten will. Im Gemeinderat hatte es Bedenken wegen der Nähe zur Wohnbebauung gegeben. Manfred Kleinschrodt verwies allerdings auf drei ähnlich gelagerte Fälle in Biebelried, die der Gemeinderat auch befürwortet habe. Außerdem handle es sich im fraglichen Bereich um ein dörfliches Mischgebiet, wo entsprechende Bauten zulässig seien. Ob bei dem Vorhaben der Immissionsschutz eingehalten wird, muss jetzt das Landratsamt prüfen. • Zugestimmt hat der Gemeinderat einem Antrag von Manfred Kleinschrodt auf Befestigung eines Randstreifens am Kaltensondheimer Weg in Biebelried zum Bau einer neuen Zufahrt. • Am Anwesen an der Würzburger Straße 8 in Biebelried darf eine unbeleuchtete Plakatanschlagtafel angebracht werden. Der Gemeinderat hatte das Vorhaben abgelehnt, das Landratsamt hat nun jedoch zugestimmt. Bedenken der Gemeinde wegen der Beeinträchtigung von Baudenkmälern vermochte die Behörde nicht zu teilen.