Eigentlich haben sich die Mainbernheimer schon an sie gewöhnt: Am Ortseingang aus Kitzingen kommend steht seit rund drei Jahren ein riesiger Holzbär, den Altbürgermeister Karl Wolf als Abschiedsgeschenk der Stadt gestiftet hatte – aus einer alten Mainbernheimer Pappel von Holzkünstlern gefertigt. Diesem Wahrzeichen Mainbernheims wurde im Frühjahr 2014 auf Initiative von Johannes Zäh, der sämtliche Mainbernheimer Vereine zum Spenden aufrief, ein Bärenkinderpaar an die Seite gestellt, ebenfalls aus der Werkstatt der „Chainsaw Brothers“ aus Gaubüttelbrunn.

Kürzlich stellten dann die „Bernemer Theaterer“ ihre ebenfalls dort gefertigte Bank vor. Diese soll nach dem Wunsch der Gruppe ebenfalls auf der Grünfläche an der B8 einen Platz finden. Problem: Schon der Standort des ersten Bärs war ein Provisorium. Und in der Stadtratssitzung schieden sich am Donnerstag dann die Geister, wohin Bären und Bank letztlich kommen sollen.

Wenn es nach den Theaterern geht, kommt die Bank auf die Grünfläche hinter dem Parkplatz an der Kitzinger Straße neben dem Radweg. Die Stadtverwaltung schlug vor, die Bären ebenfalls an diesem Standort probeweise aufzustellen – und dort stehen zu lassen, wenn sich diese Lösung bewährt. Uta Wandera (SPD) sprach sich für einen Standort an der Schule aus. Das gefiel Bürgermeister Peter Kraus aber gar nicht, der auf den Wunsch der Theaterer verwies.

Die Stadträtin hatte als Alternative noch die Grünfläche an der Stadtmauer hinter dem Bushäuschen im Auge. Dafür erntete sie aber wenig Zustimmung, da sich das Ensemble dort in einer Senke befinden würde. Alfred Konnerth (SPD) merkte an, dass Geschenke für die Stadt zwar gerne genommen werden, die Schenker sich aber doch bitte vorab mit der Verwaltung absprechen sollen, ob die Gaben in ein Konzept passen. Dann würden solche Diskussionen gar nicht erst entstehen.

Herbert Friederich (CSU) schlug vor, den einst gewählten Ort am Parkplatz auszuprobieren, aber das Straßenbauamt zu fragen, ob man verkehrstechnische Bedenken hege. Dieser Idee schloss sich das Gremium an. Wenn nichts dagegen spricht, werden Bank und Bären also vorerst mal an der B8 aufgestellt.

Weitere Themen im Stadtrat

• Für die Grabengärten hat die Stadtverwaltung mit der Kreisfachberaterin für Gartenbau und dem Atelier Zudem aus Kitzingen eine Broschüre erstellt, die nun gedruckt werden soll. Der Stadtrat lässt 2000 Exemplare bei der Mainbernheimer Druckerei Hügelschäffer drucken, die mit 1060 Euro das wirtschaftlichste Angebot abgegeben hatte. Die Broschüren werden an alle Haushalte verteilt und den Ortsverbänden der Obst- und Gartenbauvereine zur Verfügung gestellt. SPD-Rätin Wandera hatte jedoch noch gestalterische Einwände. Bürgermeister Kraus schlug ihr vor, sich selbst mit dem Atelier Zudem abzustimmen.

• Reine Formsache war der Beschluss über die aktualisierte Gestaltungssatzung. Diese war in mehreren Sitzungen eingehend diskutiert worden. Mit der Sitzungseinladung hatten die Räte dann die Endfassung erhalten, die nun einstimmig verabschiedet wurde.