Erwartungsvolle Spannung lag am Samstagabend in der Rathaushalle in der Luft. Was gibt es dieses Jahr? Seit acht Jahren hat „Frech, Fromm, Fränkisch“ eine große Fangemeinde. Und die kam auch diesmal auf ihre Kosten.

In größeren Saal gewechselt

Längst sind Karin Böhm und ihre Mitstreiter vom kleinen Rathauskeller in die große Halle gewechselt. Die Mischung der Lesungen und Vorträge, gepaart mit den Weihnachtsliedern zum mitsingen der Erlacher Wirtshausmusikanten macht's.

Schräge Geschichten dabei

Besinnliche und fröhliche Momente wechseln mit schrägen Weihnachtsgeschichten. Da wurde geschmunzelt und auch manche Lachträne vergossen.

Wie beschaulich und bescheiden Weihnachten früher einmal war, hörte man vom fränkischen Heimatdichter Hanns Rupp. Darauf dann der Schock: Dem nackten Weihnachtsmann wird der Kopf abgebissen. Befreites Aufatmen: Die grausame Tat wurde am Weihnachtsmann aus Schokolade begangen.

Ein neues Gesicht

Das neue Gesicht neben Karin Böhm und Walter Vierrether, Gerdi Mengler, berichtete vom Showdown im Advent, bei dem zwei Familien sich gegenseitig mit ihrer Weihnachtsparty überboten. Die Frage: Zu wem gehen die Nachbarn? Die waren schlau und besuchten abwechselnd beide Partys.

Gespannt sein darf man auf nächstes Jahr, wenn die Erzählerin in das Weihnachtsrennen einsteigen will. Derb und deftig war die Wortwahl, wenn der Besuch der ungeliebten Verwandtschaft an Weihnachten kommentiert wurde. Die nächste Familie sitzt gespannt zu Hause neben dem Handy und wartet auf weihnachtliche Nachrichten. Sogar eine WhatsApp für Weihnachtsgrüße wird genutzt.

Vorsicht ist geboten, bei der Wahl der Geschenke. „Fest des Friedens hin und her – alles lass ich mir an Geschenken nicht mehr gefallen,“ macht die Mutter deutlich.

Krimi

So richtig schwarzen Humor gab's bei der mörderischen Weihnacht. In der Geschichte aus der Feder des Würzburger Krimiautors Günther Huth sprengt eine Frau ihren untreuen Ehemann am Heilig Abend mitsamt der Freundin mit einer Autobombe in die Luft. Nicht, ohne ihm süffisant per CD vorher alles Gute zu wünschen – in der Hölle.

Den Erlös des Abends spendeten die Akteure in diesem Jahr dem Kitzinger Tierheim und der Friedrich-Bernbeck-Schule.