Die Atmosphäre der Christkindles Werkstätten in Rödelsee ist einzigartig. Obwohl sehr viel los ist, geht es ein großes Stück besinnlicher zu. Fast, als wäre das Christkind hier selbst zu Hause – oder würde regelmäßig vorbeischauen, ob in den Werkstätten gut gearbeitet wird.

Wie gearbeitet wird, das erlebten die vielen Besucher zum Beispiel beim Glockengießer. Kinder durften sich auch ihre eigenen Kerzen ziehen.

Knapp 100 Aussteller

Im Schlosshof und im Schlossgarten, im großen Gewölbekeller oder im Hochparterre des Schlosses Crailsheim oder im Kreuzkeller hatten die knapp 100 Aussteller Platz gefunden. „Es sind auch immer wieder neue dabei“, freut sich Veranstaltungsleiter Walter Fuhrmann, Vorsitzender des Vereins Winzer Schloss Crailsheim. Zusammen mit vielen ehrenamtlichen Helfern organisiert er seit vielen Jahren die weit über Rödelsee hinaus bekannten Christkindles Werkstätten.

Zu den „Neuen“ zählte Angela Koepke aus dem Thüringer Wald, die hochwertige Design-Mode aus Schafwolle anbot. Nicht von irgendwelchen Schafen, sondern vom Gotländer Pelzschaf und den Englischen Wensleydale-Schaf. Sie verarbeitet die Wolle selbst. Aufmerksam gemacht auf Rödelsee hat sie der Goldschmied, der seit Jahren bei den Christkindles Werkstätten mitmacht. Sie bereicherte die dreitägige Veranstaltung ebenso wie der neue Stand mit Spezialitäten aus Österreich und Südtirol oder der mit Zinnfiguren.

Großen Wert legt Walter Fuhrmann auf die Vielfalt und die Qualität der Angebote. Die reichten vom Christbaumschmuck, Schnitzereien, Schmuck, Scherenschnitte, Töpferwaren, Stoffbären, liebevoll handgefertigte Kränze, Metallobjekten, Pelzwaren, Hüte bis zu Krippenfiguren. Wer seinen Frankenwein stilecht lagern möchte, für den hatte der Steinmetz das richtige Angebot: ein Weinregal aus Muschelkalk.

Karussell und Feuerzangenbowle

Im Schlosshof drehte sich zudem wieder das nostalgische Karussell und gerne verweilten die Besucher auch bei einer fränkischen Feuerzangenbowle und genossen das malerische Ambiente des Schlossareals, bevor die gemütlich weiter bummelten.

Licht auf dem Parkplatz

Und noch eine Neuheit gab es in diesem Jahr, die von den Besuchern mit viel Lob bedacht wurde. Die beiden großen Parkplätze waren komplett ausgeleuchtet. „Wir sind ja fast eine Abendveranstaltung“, meinte Walter Fuhrmann.

Apropos Abend: Bereits am Eröffnungstag am Freitag waren die Parkplätze voll, denn, so vermutet Fuhrmann, die Leute hätten wohl dem Wetter am Samstag nicht getraut. Doch rechtzeitig vor der Öffnung der Christkindles Werkstätten am Samstag hatte der Regen vom Vormittag aufgehört. Irgendwie hat in Rödelsee doch das Christkind seine Hände im Spiel.

ONLINE-TIPP

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