Bei der Sitzung des Schulverbandes in Wiesentheid standen die aktuelle Situation der Nikolaus-Fey-Schule in Zeiten des Corona-Virus und ein Ausblick auf die nächsten Jahre im Mittelpunkt. Dazu berichteten die Schulleiter Susanna Zeier (Mittelschule) und Carsten Busch (Grundschule) aus dem aktuellen Schulleben.

Beide wiesen auf eine bereits jetzt schon beengte Raumsituation hin, die sich durch steigende Schülerzahlen in den nächsten Jahren noch verstärken werde. Zwar steht die Sanierung der Schule in den Startlöchern, doch diese dürfte wohl erst in vier bis fünf Jahren abgeschlossen sein.

Bisher gut durch die Pandemie gekommen

Bisher sei man besser durch die Pandemie gekommen, als gedacht, merkte die Rektorin der Mittelschule, Susanna Zeier, an. "Es läuft, wir sind insgesamt sehr zufrieden", sagte sie. Der Schulbetrieb funktioniere, trotz der vielen Vorschriften.

An der Schule in Wiesentheid habe es noch keinen Fall einer Lehrkraft gegeben, die an Corona erkrankt sei und deswegen ausfalle. Auch bei den Schülern sei man bisher verschont geblieben, was auch zeige, dass das Hygiene-Konzept funktioniere. Die Schulleiterin berichtete, wie das auch vor Ort gehandhabt werde. Die Eingänge zum Schulhaus seien strikt getrennt zwischen Grund- und Mittelschule, im Schulhaus weisen Pfeile am Boden als Markierung auf die Richtung hin, wie zu laufen sei. Jede Klasse habe einen eigenen, abgetrennten Pausenbereich, die Pause wurde auf einmal 30 Minuten, statt sonst zweimal 15 Minuten, zusammengefasst.

Vor Beginn des Unterrichts und nach der Pause müssen sich die Schüler die Hände waschen. Die Pausen-Bestellungen an Essen der jeweiligen Klassen werden zusammen gefasst und dann von einem Schüler abgeholt.

Schülerzahlen werden deutlich nach oben gehen

Momentan besuchen laut Schulleiterin Zeier 261 Schüler aus den Gemeinden Abtswind, Castell, Geiselwind, Groß- und Kleinlanghein, Prichsenstadt, Rüdenhausen, Wiesenbronn und Wiesentheid die Mittelschule. Die Schülerzahlen würden in den nächsten Jahren deutlich nach oben gehen, man rechne mit bis zu 320 Schülern.

Das könnte Probleme aufwerfen. Bereits jetzt sei man, so Zeier, "total beengt, wir haben kein Klassenzimmer frei." Ähnlich ist die Situation in der Grundschule, die zur Zeit von 220 Schülern besucht wird. Rektor Carsten Busch erwartet dort zu den aktuell neun Grundschulklassen im Schulhaus am Eisenbergring künftig zwei weitere. "Die Zahlen gehen nach oben, wir platzen aus allen Nähten." Zusätzlich sind derzeit die drei vierten Klassen in den Räumen des Gymnasiums untergebracht, was jedoch befristet sei.

Regen Zulauf an der Schule verzeichnet das Angebot der Betreuung von Kindern im offenen Ganztag, wo das Team um Leiterin Rebecca Manz über 90 Kinder betreut. Von diesen seien 65 Kinder bis 15.30 Uhr an der Schule. Angespannt sei dort die Personalsituation, man suche seit langem weitere Mitarbeiter für die Mittagsbetreuung.

Beschwerden über zu volle Schulbusse

Von der Verbandsverwaltung sprach Mitarbeiterin Isabell Kirchner kurz zum Thema Schulbus-Situation. Hier gebe es bisweilen Beschwerden, dass die Busse zu voll seien. Die Schüler hätten keinen Anspruch auf einen Sitzplatz, weil das Abstandsgebot im Bus nicht einzuhalten sei, wurde dort eine Maskenpflicht von der Regierung eingeführt. Derzeit sollen laut Behörde maximal 60 Fahrgäste in den Bussen sein. Zusätzliche Busse könnten aber nicht so leicht eingesetzt werden, weil im Landkreis kaum Busfahrer zur Verfügung stünden, so Kirchner.