"Ich finde, es wird ein schönes Baugebiet mit der Aussicht auf den Tannenberg", kommentierte Willanzheims Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert das Vorhaben der Gemeinde, im Ortsteil Hüttenheim das Baugebiet Sommerried II auszuweisen. Das Areal am südöstlichen Ortsrand sei eine der letzten Möglichkeiten, um neues Bauland in Hüttenheim zu schaffen und die Nachfrage sei groß. Bei einer Größe von knapp einem Hektar sieht die Planung 13 Bauplätze vor.

"Wir werden die ganze Fläche als Mischgebiet ausweisen und zwei größere Bauplätze haben, die sich für eine Gewerbenutzung eignen", erklärte Ingrid Reifenscheid-Eckert. Tobias Schneider, Geschäftsführer des Würzburger Ingenieurbüros Arz, informierte, dass keine Firstrichtungen festgesetzt und in Teilbereichen relativ hohe Wandhöhen zugelassen werden, um Bauwilligen zwei Vollgeschosse zu ermöglichen.

Das neue Baugebiet Sommerried II wird im Trennsystem entwässert, wodurch das Abwasserkanalsystem entlastet wird. Jetzt fasste die Ratsrunde den Aufstellungs- und Billigungsbeschluss und der Bebauungsplan geht es in die erste Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und der frühzeitigen Bürgerbeteiligung. An der Ostseite wird es keine Erschließungsstraße Richtung Knauf-Werksgelände geben, sondern nur einen unbefestigten Weg. Auf Nachfrage von Robert Krämer definierte der Planer die zeitliche Schiene bis zur Rechtswirksamkeit des Bebauungsplans auf rund ein Dreivierteljahr. Parallel geht die Gemeinde auch die notwendige Änderung des Flächennutzungsplans an.

Weitere Themen im Rat

Die Ratsrunde vollzog mehrere Auftragsvergaben für den Neubau des Kindergartens und des Dorfgemeinschaftshauses in Hüttenheim. Den Auftrag für die Parkett- und Holzpflasterarbeiten erhielt die Firma Kotzmann aus Dettelbach zum Angebotspreis von 25 562 Euro. Die Trockenbauarbeiten wird die Firma Neubeck aus Volkach für 41 222 Euro durchführen. Die Fliesenarbeiten erledigt die Firma Göbel aus Würzburg zum Preis von 62 948 Euro. Die Bürgermeisterin wurde ermächtigt, den Auftrag für die Außenanlagen an den Anbieter mit dem geringsten Preis zu vergeben. Aktuell laufen die Estricharbeiten  und demnächst werde die Außenfarbe bemustert.

Der Gemeinderat bewilligte den Antrag der Willanzheimer Familie Lutz zur Verlegung einer Straßenlampe nach der Verbreiterung einer Hofeinfahrt in der Schulstraße auf Kosten der Familie.

Der Gemeinderat stellte die Jahresrechnung für das Haushaltsjahr 2019 fest. Die örtliche und überörtliche Rechnungsprüfung hatte keinerlei Beanstandungen ergeben und die Ratsrunde erteilte der Bürgermeisterin und der Verwaltung die Entlastung für das Haushaltsjahr 2019.

Die Ratsrunde gewährte der katholischen Kirchenstiftung St. Martin in Willanzheim für Sanierungsarbeiten im Kindergarten einen Zuschuss von 20 637 Euro. Ebenfalls einen Zuschuss erhält das evangelisch-lutherische Pfarramt zur Restaurierung der Kirchenorgel, die Gemeinde gewährt dazu 1000 Euro.

Auch der Willanzheimer Sportverein wird von der Gemeinde gefördert. Der Verein hatte in Eigenregie Sanierungen an den Außenanlagen und am Sportheim durchgeführt, dazu steuert die Gemeinde 40 Prozent der Kosten bei, was 4000 Euro bedeutet.