Die Gemeinde Rüdenhausen will künftig keine Werbeschilder oder Plakatwände ohne Genehmigung im Ortskern zulassen. Um eine Grundlage zu haben, erließ der Gemeinderat in  seiner Sitzung eine Verordnung, die das regeln soll. Damit hat die Gemeinde nun eine Mitsprache, was und wo im Ort aufgehängt wird. Zudem soll das "wilde" Plakatieren eingeschränkt werden.

Auslöser für das Ganze bildeten zwei rund zwei mal zwei Meter große Werbetafeln, die an illustrer Stelle quasi mitten im Ort hängen. Diese beeinträchtigten auch nach Meinung vieler Bürger das Ortsbild, das der Markt gerade durch die laufende Dorferneuerung weiter aufwertet. Künftig möchte die Gemeinde nicht nur solche Werbeanlagen verhindern.

Die Details

In der Sitzung besprachen die Räte zunächst den Vorschlag der Verordnung, den Bürgermeister Gerhard Ackermann von der Verwaltungsgemeinschaft bekommen hatte. Dabei wurde eifrig über einige Details diskutiert, etwa welche Größe die Plakate haben dürfen, wie viele erlaubt werden, wo Standorte wären, wie lange sie hängen dürfen, und so weiter.

Einige Festlegungen wurden getroffen. Größere Plakatwände dürfen nach der Festlegung des Rats nur an den Einfallstraßen, im Bereich zwischen dem Ortsschild und dem Beginn des Gebiets der Dorferneuerung, aufgestellt werden. In dem Gebiet muss die Gemeinde auch gefragt werden

Künftig solle man auch stärker darauf achten, dass die Plakate nicht "ewig" hingen, wünschten die Räte. So darf die Reklame zwei Wochen vor und bis fünf Tage nach der Veranstaltung hängen, hieß es. Bei der Werbung an Straßenlampen forderte Karl-Heinz Rebitzer, dass diese eine Woche nach dem Termin wieder weg sein müsse. Werde das nicht eingehalten, drohen Bußgelder. Generell sei das Ganze schwierig zu überprüfen, man werde sich jedoch darum bemühen, hieß es.

Behalten werde die Gemeinde, so Bürgermeister Ackermann, die bisherige Anschlagtafel für ihre Bekanntmachungen bei der Bushaltestelle in der Marktstraße. Sie steht auch für örtliche Vereine zur Verfügung, sofern die Gemeinde eine Erlaubnis für die Anschläge erteilt hat. Weitere öffentliche Plakatwände im Ortsbereich schloss das Gremium aus. Eine Sonderregelung besteht für Wahlplakate, wo fünf Ständer pro Partei zugelassen werden müssen. Auch diese sollen außerhalb des Gebiets der Dorferneuerung stehen.