Bürgermeister Volkhard Warmdt hatte dem Gremium in der Wiesenbronner Gemeinderatssitzung zwei Planungsvarianten des Büros Buchholz/Platzöder für den Wohnmobilstellplatz vorgestellt, von denen die zweite eine Umfahrung beinhaltete, die aber von Ratsmitgliedern als "relativ teuer" bezeichnet wurde und bei der auch Büsche entfernt werden müssten. Christian Gebert schlug vor, die Stellplätze etwas schräg anzulegen. Auf den einstimmigen Beschluss für die erste Variante folgte die Diskussion zum Ausbau, den Hendrik Wenigerkind in Zusammenhang mit einer eventuellen Betreuung brachte. Diese werde in Prichsenstadt vom Schützenverein bewerkstelligt, brachte Jan von Wietersheim vor.

Reinhard Fröhlich sprach sich für eine "einfache Variante" ohne Strom und Wasser aus, "wir tun uns mit einer solchen Versorgung keinen großen Gefallen". Bürgermeister Warmdt wies darauf hin, dass auch ein Vertrag ausgehandelt werden müsse, falls jemand Interesse habe. "Die haben alles dabei", argumentierte auch Carolin Wegmann für die strom- und wasserlose Vorgabe. Als nächste Schritte kündigte der Bürgermeister die Rücksprache mit dem Sportverein an, da die beabsichtigte Fläche aus dem Pachtvertrag zwischen Gemeinde und Verein heraus genommen werden müsste.

Diskussion über Reinigung der öffentlichen Straßen

Einige Diskussionen gab es zum Neuerlass der Verordnung über die Reinhaltung und Reinigung der öffentlichen Straßen und die Sicherung der Gehbahnen im Winter. Die Gesetzesänderung ermöglicht es den Gemeinden, den Winterdienst für sonstige öffentliche Straßen, insbesondere beschränkt-öffentliche Wege (Fußgängerzonen, selbständige Geh- und Radwege) auf die Anlieger zu übertragen. Da die bisherige Verordnung im September abläuft, ist ein Neuerlass notwendig "und wir sollten die neue Mustersatzung anwenden", schlug der Bürgermeister vor.

Hendrik Wenigerkind konnte sich nicht mit der Formulierung anfreunden, "dass der Winterdienst so oft zu wiederholen ist, wie nötig und die angedrohte Ordnungsstrafe bis zu 1000 Euro ist maßlos überzogen". Er störte sich zudem an weiteren Definitionen zu Fahrbahnen und Gehwegen. "Diese Verordnung ist von Juristen geprägt, aber man muss auch die alte Bestimmung berücksichtigen, dass Eigentum verpflichtet", kommentierte der Bürgermeister. Die neue Verordnung wurde bei einer Gegenstimme verabschiedet.

Fußweg vor dem Kindergarten geplant

Der Bereich vor dem Kindergarten gefällt dem Bürgermeister nicht. Zur Verbesserung schlug er ein Hochbeet, Stauden und einen kleinen Fußweg vor, "den sich auch die Kinder wünschen". Die Maßnahme könnte auch bei der Städtebauförderung beantragt werden. Die von Dorfplaner Tom Buchholz geschätzten Kosten von bis zu 20 000 Euro schätzte der Bürgermeister als viel zu hoch ein.

Durch den von Planer Jonas Renk skizzierten Vorschlag mit der Fußwegbreite von 1.20 Metern müssten die Kinder nicht mehr die Straße begehen, sondern könnten direkt vom Gehsteig auf den geplanten Gehweg gelangen, so der weitere vom Bürgermeister vorgebrachte Vorteil. Das endgültige Konzept soll in Zusammenarbeit mit den Eltern und dem Planer entstehen. Die Neugestaltung der Koboldstraße im Bereich vor dem Kindergarten wurde einstimmig beschlossen.

Rathausfassade soll saniert werden

Im Zuge der Maßnahmen für die Barrierefreiheit im Rathaus inklusive des Einbaus eines Aufzugs soll auch eine Fassadensanierung durchgeführt werden, so der einstimmige Beschluss des Ratskollegiums. Der Bürgermeister gab bekannt, dass Dorfplaner Buchholz schon Ausmessungen durchführte und sich auch mit dem Feuchtigkeitsproblem der Fassade beschäftigte. Die beiden Maßnahmen werden auch bei der Städtebauförderung eingereicht, um einen Zuschuss zu erhalten.