Seit Mai ist Karl Wolf nicht mehr Bürgermeister von Mainbernheim. Da sein Amt als Vorsitzender des Schulverbands Mainbernheim-Rödelsee aber nicht zwingend an das des Bürgermeisters geknüpft ist, blieb Wolf dieser Posten noch erhalten – bis zur Schulverbandsversammlung, die turnusgemäß alle sechs Jahre stattfindet. Wolf stellte sich nicht mehr zur Wahl. Nachfolger ist der Mainbernheimer Bürgermeister Peter Kraus. Stellvertreter bleibt Burkhard Klein, Bürgermeister in Rödelsee.

Damit wird eine jahrzehntelange Praxis weiter geführt. Denn seit Bestehen des Schulverbandes haben sich die Bürgermeister der beiden Gemeinden die Posten des Vorstands in dieser Weise aufgeteilt. Peter Kraus signalisierte Burkhard Klein, dass er die Verbandsarbeit weiterhin im vertrauensvollen Miteinander gestalten wolle. Er erinnerte an Marksteine der 18 Jahre, in denen Karl Wolf das Amt inne hatte: darunter der Wegfall der Teilhauptschule, die Einführung der Mittagsbetreuung und nicht zuletzt der Wechsel des langjährigen Schulleiters Walter Emmert.

Schulverbandsrat für Rödelsee bleibt Bernd Lussert, Volker Heß wurde verabschiedet. Für Mainbernheim wurde Thomas Kramer vom Stadtrat benannt. Thilo Hartlieb scheidet aus. Kramer und Lussert kümmern sich nach wie vor um die Rechnungsprüfung. Peter Dietl nimmt als Elternbeiratsvorsitzender auch an den Sitzungen des Schulverbandes teil.

142 Kinder an zwei Orten

Rektorin Gabriele Krieglstein hatte für die Verbandsmitglieder gute Nachrichten: Entgegen dem landläufigen Abwärtstrend werden im Schulverband im kommenden Schuljahr mehr Kinder unterrichtet, als in den Jahren zuvor. Die Schülerzahl steigt von 133 auf 142. Allein 72 Schüler werden in drei jahrgangsgemischten Klassen in Rödelsee unterrichtet werden. In der 1. Klasse sitzt auch ein Inklusionskind mit Begleiterin. Krieglstein monierte an dieser Stelle, dass für behinderte Kinder zu wenige Förderstunden genehmigt werden. Sie wolle sich für eine Aufstockung stark machen. Des Weiteren informierte die Schulleiterin über das Modell „Flexible Grundschule“, an dem im Landkreis ab dem kommenden Schuljahr Willanzheim, Iphofen und Wiesentheid teilnehmen werden. Flexibel bedeutet, dass es den Schülern ermöglicht werden soll, je nach Leistung und Befähigung den Stoff der 1. und 2. Klasse in entweder einem oder gar in drei Jahren zu absolvieren, ohne dabei eine Klasse wiederholen zu müssen. Zu Beginn der Schuljahrs sowie am Ende des ersten Jahres werde über den weiteren Weg entschieden. Auch soll es zu diesem Thema einen Infoabend geben.

Noch nicht ganz ausgereift, aber auf dem besten Wege dazu sei die Umsetzung des Sicherheitskonzepts für das Mainbernheimer Schulgebäude. Der Haupteingang sei mittlerweile an der Seite Mehrzweckhalle. Wer einmal hinaus geht, kommt nicht mehr herein, ohne dass ihm von innen aufgemacht wird. Unbefugt ins Schulgebäude gelangen klappt auch nicht mehr – eine Maßnahme zur Prävention von Gewalttaten.

Künftig wird das Essensangebot von einer Mainbernheimerin gestaltet: Alexandra Sperlich kocht nach den Ferien. Zum Transport der warmen Speisen schafft der Schulverband einen Wärmebehälter an. Ebenfalls gekauft wird eine große Spülmaschine für das Lehrerzimmer, die dann auch für Veranstaltungen genutzt werden kann.

Eine weitere Anregung der Schulleiterin: Sie wünscht sich, dass in absehbarer Zeit ein Förderverein gegründet wird.