Der Antrag auf Erstellung einer Photovoltaikanlage (PVA) gab in der Sitzung des Wiesenbronner Gemeinderats im Rathaussaal Anlass zu einer kurzen Diskussion zum Thema. Bürgermeister Volkhard Warmdt berichtete von einem Treffen, bei dem es um diese Problematik ging und bei dem man sich auf einen diesbezüglichen Termin am 26. Juli in der Wiesentheider Steigerwaldhalle einigte. Der Bürgermeister verwies auch auf den Modus im Landkreis Hassberge, bei dem der Landkreis die PVA für die Kommunen organisiert, "weshalb wir mit einer Entscheidung zum vorliegenden Antrag bis zum Termin am 26. Juli warten sollten, zu dem nach der Kreistagssitzung auch die Bürgermeister der Kommunen zur Teilnahme gebeten wurden".

Warmdt verwies auch auf den Bescheid der Regierung von Unterfranken, in dem die Gebiete festgelegt wurden, in denen PVA erwünscht oder nicht erwünscht sind. "Wir können dieses Thema nicht länger vor uns herschieben, auch mit Blick auf Umbrüche in der Landwirtschaft, die Zeit drängt", meinte Hendrik Wenigerkind. Er zitierte auch eine Prognose zur Zukunft der holländischen Tierhalter, nach der etwa 30 Prozent zumachen werden. Frank Ackermann verwies auf das Nachbarbundesland Baden-Württemberg, in dem 25 Prozent der Einnahmen aus PVA an die Gemeinde gehen. "Wir brauchen da ein Konzept", meinte Jan von Wietersheim. Der Vorschlag des Bürgermeisters, den Beschluss zum vorliegenden Antrag bis nach dem Termin in der Steigerwaldhalle zu verschieben, fand einhellige Zustimmung in der Ratsrunde.

Diskussion über Weinfestempfang

Eine kurze Diskussion gab es auch zur Planung des Weinfestempfangs für das Fest im August, zumal nach Aussage des Bürgermeisters dazu einige Anfragen vorlagen. Reinhard Fröhlich konnte sich vorstellen, dass der Empfang am Freitagabend wieder im Rathaussaal stattfinden könnte, was aber Christian Gebert wegen der weiter schwelenden Corona-Problematik nicht behagte, "weshalb wir im Freien agieren sollten". Carolin Wegmann, die den weiteren Empfang im Kirchgarten ins Gespräch gebracht hatte, bat um mehr Pünktlichkeit, "damit die Leute im Seegarten nicht warten müssen". Zum Imbiss beim Empfang fand der Vorschlag Gefallen, dass sich der in Grenzen halten sollte.

"Große Ereignisse werfen ihr Schatten voraus". Getreu diesem Motto kündigte Jan von Wietersheim das 150-jährige Bestehen einer der ältesten Wehren im Landkreis, der Wiesenbronner Freiwilligen Feuerwehr, für das Jahr 2024 an. Das große Fest soll traditionell mit einem Kommersabend, einem Tag der offenen Tür mit Fahrzeugen "von früher bis jetzt", einem musikalischen Abend und mit Festgottesdienst, Festumzug und Festbetrieb über die Bühne gehen. Nach den Vorstellungen der Verantwortlichen sollen sich der Sportverein um das Essen, der Kindergartenverein um Kaffee und Kuchen und der Feuerwehrverein neben Organisation auch um die Getränke kümmern. Vorgeschlagen wurde, das Festzelt auf dem alten Sportplatz aufzustellen. Auf die Frage nach finanzieller Unterstützung durch die Gemeinde kam der einstimmige Grundsatzbeschluss zu dieser Mithilfe, "Bürgermeister und Gemeinderat stehen dahinter", sagte der Bürgermeister dazu.

Klärschlamm darf nicht auf den Äckern ausgebracht werden

Einig war sich das Ratsgremium bezüglich der Beauftragung eines externen Städtebaubüros zur Prüfung des Bauvorhabens "Kleinlangheimer Straße 2", zu dem das Büro Buchholz/Platzöder die Planung macht. Kritik kam nach Worten des Bürgermeisters dadurch auf, dass Tom Buchholz als Planungsbürobeteiligter die Beurteilung als Dorfplaner fertigte. Die Förderung würde bei einem externen Planer genauso wie bisher erfolgen, lautete die Information zu diesem Bereich. Der Vorschlag zur Prüfung das Büro "Holl Wieden Partnerschaft Stadtplaner und Architekten Würzburg" zu beauftragen, wurde einhellig befürwortet.

Keine Einwände gab es zur 13. Änderung des Iphöfer Flächennutzungsplans im Zuge der frühzeitigen Beteiligung der Träger öffentlicher Belange, da es um eine generelle Überarbeitung geht und Wiesenbronner Belange nicht berührt sind.

Zur Bürgerversammlung am 15. Juli um 19.30 Uhr in der Sporthalle war zu hören, dass sich der Sportverein um die Bewirtung kümmert und für Fragen Zettel auf den Tischen bereit liegen. Der Bürgermeister gab zudem bekannt, dass der Vorplatz des Kindergartens zusammen mit den Kindern bepflanzt wurde und die Abfuhr des Klärschlamms fast beendet ist. Dieser muss verbrannt werden, da er wegen der enthaltenen Kunststoffe nicht auf den Äckern ausgebracht werden darf.