Rund 40 Schüler der Integrationsklassen der Berufsschule Kitzingen/Ochsenfurt besuchten die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim. Es handelt sich um junge Flüchtlinge, die sich über die Fachbereiche und Ausbildungsmöglichkeiten bei Grünen Berufen informierten, wie dem Bericht an die Presse zu entnehmen ist. Einen Blick in die Praxis des Gartenbaus erhielten die Schüler an diesem Tag auch bei zwei Firmen und auf Baustellen – alles organisiert über das Gartenbauzentrum (GBZ) am Amt für Landwirtschaft Kitzingen. In der Landesanstalt in Veitshöchheim schauten sie einem Auszubildenden über die Schulter, der ihnen zeigte, wie man im Weinberg Frostschäden erkennt, nämlich an den braunen Knospen des Weinstocks. Mit bis zu einem Drittel Ertragsverlust sei bei diesem Weinberg zu rechnen, der den Berufsschülern gezeigt wurde – hervorgerufen durch den Frost in der Nacht auf den 20. April. „Über die Hälfte meiner Lehrzeit verbringe ich in den Weinbergen“, schilderte Garnik Harunyan, der Auszubildende bei der LWG.
Joachim Lukas, einer von drei Bildungsberatern am Gartenbauzentrum in Kitzingen, betonte, dass alleine im Bereich Gartenbau bisher 35 Flüchtlinge für einen Ausbildungsstart gewonnen wurden – und es ist noch Platz für mehr. In der Landespflege beantwortete Nabi Karimi, der aus Afghanistan stammt, die Fragen der Schüler. Seit September absolviert er eine Ausbildung zum Landschaftsgärtner bei der Landesanstalt in Veitshöchheim. Foto: AELF Kitzingen