Über zwei Wochen strahlten sie in den schönsten Farben, jetzt sind sie wieder einfach nur graubraun: Die Pfosten der Holzüberdachung im Hinterhof des Sparkassengebäudes in der Herrnstraße.

Seit heute Morgen sind die Kunstwerke verschwunden. Wer sie entfernt hat, ist unklar. Weder Georg Schwarz und das Ordnungsamt noch der Hausmeister der Sparkasse Mainfranken, Bruno Mahr, weiß Näheres darüber. "Ich fand es eigentlich ganz schön", sagt er. Und Georg Schwarz hatte noch gar nichts davon gehört - aber "warum hätte man das auch entfernen sollen"? Übriggeblieben ist nur ein Aufkleber mit einem Gesicht, das die Zunge bleckt. Was das nun wieder bedeutet, bleibt vorerst das Geheimnis der Guerilla-Stricker - wenn es von ihnen stammt.

Schließlich bleiben nur noch diese zwei Möglichkeiten: Entweder, die Künstler haben die Wollschals für Holzpfosten selbst entfernt, oder es waren ganz Unbeteiligte, die etwas gegen farbenfroh haben. Mit Spannung wird nun erwartet, wie es weitergeht mit der "KnitArt", auch Guerilla oder Urban Knitting genannt - vielleicht machen sie sich ja noch einmal daran, ihre Botschaft zu verkünden: "Bunt ist schön"!

Die Künstler dürfen sich gerne per Mail an report.kitzingen@infranken.de wenden und ihre ganz persönlichen Beweggründe verdeutlichen.

Weitere Informationen zum Thema Guerilla-Stricker lesen Sie in der Freitagsausgabe der Kitzinger