Die Wintervortragsreihe der Kitzinger Volkshochschule (vhs) mit dem Universitätsbund Würzburg geht am heutigen Mittwoch, 17. Februar, zu Ende. Thema der Veranstaltung, die um 19.30 Uhr in der Alten Synagoge Kitzingen beginnt, ist die Angst.

Professor Jürgen Deckert, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg spricht über Angststörungen und deren Folgen. Dazu heißt es in der Pressemitteilung: Angst ist eigentlich ein normales Gefühl, Angstreaktionen schützen uns im Alltag vor Gefahren. Angstreaktionen signalisieren: Vorsicht - Gefahr! Solche Angstreaktionen sind häufig begleitet von Herzklopfen, Unruhe, Atemnot und anderen Symptomen.

Bei manchen Menschen treten Angstreaktionen in Situationen auf, in denen objektiv eigentlich keine Gefahr besteht. Ohne zu wissen, warum, entwickeln diese Menschen Ängste, die dazu führen können, dass der Alltag erheblich beeinträchtigt ist, dass die Arbeitsfähigkeit nachlässt und dass bestimmte Tätigkeiten zunehmend vermieden werden, wie zum Beispiel das Fahren in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Einkaufen.

Angsterkrankungen betreffen weltweit etwa 13 Prozent aller Menschen und sie sind gut behandelbar. Je rascher die Erkrankung erkannt und behandelt wird, desto geringer ist die Gefahr der Entwicklung chronischer Probleme und Zusatzerkrankungen. Therapien der ersten Wahl sind die kognitive Verhaltenstherapie und bestimmte Antidepressiva. Angsterkrankungen beginnen im Kindes-, Jugend- und jungen Erwachsenenalter. Dabei spielen vor allem die Trennungsangst und auch die Schulangst eine große Rolle. Deren rechtzeitige Erkennung und Behandlung ist nicht nur wichtig, damit die Betroffenen nicht mehr dadurch eingeschränkt sind, sondern auch weil diese Angsterkrankungen Vorläufer von Angsterkrankungen und auch Depressionen im Erwachsenenalter sein können. Der Eintritt ist frei.