Der Zweckverband für das berufliche Schulzentrum an den Standorten Kitzingen und Ochsenfurt verabschiedete den Haushalt für das Jahr 2022.

Der Verwaltungshaushalt hat einen Rahmen von 1.314.900 Euro (Vorjahr: 1.372.700 Euro), im Vermögenshaushalt stehen 302.500 Euro (625.700 Euro). Die Verbandsumlage wurde mit 260,56 Euro (220,96 Euro) festgestellt. Verbandsgeschäftsführer Toni Orth begründete den Anstieg mit den zurückgehenden Schülerzahlen. Eine Kreditaufnahme erfolgt nicht, ebenso entfällt eine Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt.

Der Verwaltungshaushalt ist geprägt von Kosten zur Bewirtschaftung der Gebäude (537.500 Euro). Gastschulbeiträge (761.000 Euro) und die Verbandsumlage (307.200 Euro) sorgen für die Bereitstellung der Finanzmittel.

Mehreinnahmen bei den Gastschulbeiträgen

Im Vermögenshaushalt schlagen die Kosten für EDV und Digitalisierungsmaßnahmen mit 282.000 Euro zubuche, für Arbeitsgerät, Maschinen und Möbel 20.500 Euro. Zum Ausgleich werden 248.600 Euro den Rücklagen entnommen, damit sich die Umlage in Grenzen hält, wie Orth betonte.

Zunächst hatte die von Landrätin Tamara Bischof als Vorsitzender geleitete Versammlung die Jahresrechnung 2020 mit einem Sollüberschuss von 352.542 Euro festgestellt. Sie nahm weiter die Jahresrechnung 2021 mit einem Sollüberschuss von 238.217 Euro zur Kenntnis.

Den Überschuss begründete Orth auf Nachfrage des stellvertretenden Vorsitzenden, Würzburgs Landrat Lothar Eberth, vor allem mit Mehreinnahmen bei den Gastschulbeiträgen und einem Minus bei den Ausgaben für Reinigung, Energie sowie Ersatzbeschaffungen. Die Finanzsituation bezeichnete er als sehr gut geordnet.

Die Digitalisierungsmaßnahmen befinden sich an beiden Standorten weiter in der Umsetzungsphase. Synergieeffekte konnten durch gemeinsame Ausschreibungen und Ausschöpfen zahlreicher Fördertöpfe genutzt werden, doch beeinträchtigen lange Lieferzeiten den Fortgang. Zum Schuljahresbeginn soll an beiden Standorten mit neuer Hardware und IT gestartet werden.

Sanierung soll 2023 beginnen und vier Jahre dauern

Inzwischen steht die Sanierung der Gebäude in Kitzingen aus den 60er und 80er Jahren an. Der Kostenrahmen wurde vom Kreistag mit 27,1 Millionen Euro festgelegt. Matthias Will erklärte, die Unterlagen lägen zur schulaufsichtlichen Genehmigung bei der Regierung, dann könne der Förderantrag gestellt werden. Da es sich um keine reine Sanierung,  sondern auch bauliche Veränderungen handelt, liegt der Bauantrag bereits bei der Stadt Kitzingen. Vorgesehener Beginn ist 2023 mit einer Dauer von vier Jahren in zwei Bauabschnitten.

Schulleiter Frank Delißen beklagte in einzelnen Bereichen rückläufige Schülerzahlen mit 650 am Standort Ochsenfurt und 1150 in Kitzingen. Diese könnten nicht beeinflusst werden, da sie wesentlich von den Einstellungen in Betrieben abhängen.

Für Geschäftsführer Orth war es die letzte Zweckverbandsversammlung, als Nachfolgerin wurde Sibylle Goller vorgestellt.