Die letzte Sitzung des Gemeinderates in der Mehrzweckhalle konnte nur wegen Entscheidungen mit Fristbindung stattfinden. Bürgermeister Hermann Queck hatte den Architekten Martin Zeltner eingeladen, um die Außengestaltung am neuen Bürgerhaus vorzustellen. Der Küchenanbau ist fertig gestellt und bietet einen weiteren barrierefreien Zugang in das Bürgerhaus. Nach den Bauarbeiten geht es nun an die Neugestaltung des Umfeldes mit der erhaben stehenden historischen Linde.

Zunächst waren innerhalb des Mauerringes zehn Parkplätze vorgesehen. Um das Wurzelwerk der Linde aber nicht zu gefährden, sollen es nunmehr sieben Stellplätze werden, darunter ein Behindertenstellplatz vor der Gemeindescheune. Die Öffnung der Umfassungsmauer wird der besseren Befahrbarkeit wegen verbreitert und die Mauerhöhe teilweise in Stufen abgesenkt. Thomas Friederich bezweifelte jedoch den Erhaltenswert der Mauersubstanz.

Wegen weiteren Beratungsbedarfes nahm der Gemeinderat die Themen zur Neufassung der Friedhofsgebühren, Mitbestimmung bei der Dorferneuerung und eine Bauvoranfrage mit weiterem Klärungsbedarf von der Tagesordnung.

Punkt für Punkt aus dem Rat

Zum neuen Abstandsflächenrecht in der bayerischen Bauordnung, die zum 1. Februar 2021 in Kraft tritt, verzichtet der Gemeinderat auf den Erlass einer eigenen Satzung.

Der Investor des Solarparks am Laushügel plant, der Novelle zum Erneuerbare-Energien-Gesetz folgend, eine Ausdehnung von bislang 7,55 Hektar auf neu 16,63 Hektar. Die Ratsrunde stimmte der Änderung zu, schließt aber auf Anregung von Michael Friederich die neu hinzugekommene Fläche am Laushügel zur Schonung möglicher Bodendenkmäler aus.

Beim Bebauungsplan Alter Etwashäuser Bahnhof der Stadt Kitzingen zeigt der Gemeinderat Flagge und ist unter Hinweis auf den Buchbunner Dorfladen nicht einverstanden. Harald Kümmel konnte die beigefügten Stellungnahmen und gutachterlichen Einschätzungen von Fachleuten nicht nachvollziehen. Mit der Erweiterung des Bebauungsplanes ConneKT Technologierpark Kitzingen bestand hingegen Einverständnis.

Die Gemeinde muss seitens der GWF binnen eines Werktages informiert werden, wenn Niederschlagswasser nach Starkregen an der neuen Kelterhalle nach Überlauf des Versickerungsgrabens in den Grundwasserbereich der Gemarkung Buchbrunn gelangt.

Die Errichtung eins Bürocontainers auf einem nicht erschlossenen Grundstück im Außenbereich wird für fünf Jahre befristet genehmigt. Um die Erschließung mit Strom muss sich der Antragsteller selbst kümmern.

Über die Herstellung eines Kanal- und Trinkwasseranschlusses an der Gasübernahmestation KT III der Stadtwerke LKW, die Erweiterung einer Wohnung im bestehenden Anbau in der Neubaustraße sowie den Um- und Ausbau einer Scheune Anbau eines Carports im Neuen Weg entschied Bürgermeister Queck im Rahmen seiner Zuständigkeit selbst.

Kurzer Rückblick

Anstelle einer Jahresabschluss- oder Neujahrssitzung fasste der Bürgermeister das abgelaufene Jahr zusammen. Die Tagesbetreuung, das Bürgerhaus, der Vorplatz am Dorfladen Kummrei, der südliche Ortseingang und die kommunale Allianz mit umliegenden Kommunen seien angelaufen und im Wiesenweg sei der letzte Bauplatz verkauft, erklärte er und dankte der Verwaltung, den Bauhofmitarbeitern, seinem Stellvertreter und Berater in Baufragen Dieter Koch. Gemeinderat und Dorferneuerung wollten gemeinsam Buchbrunn voranbringen und schöner machen.

Koch seinerseits dankte dem Bürgermeister für seinen unermüdlichen Einsatz zugunsten der Bürger und der Gemeinde, immer motiviert, das Optimum zu erreichen.