In der Bürgerversammlung gab Wiesentheids Gemeindeoberhaupt Klaus Köhler einen Überblick zu aktuellen Themen seiner Gemeinde. Die Kommune benötige Bauland und sei derzeit auf der Suche nach Flächen dazu. Trotz einiger Anfragen sei bislang noch kein Grunderwerb möglich gewesen.

Allein in Wiesentheid bestehen noch rund 60 Bauplätze, die derzeit nicht zum Verkauf stünden, bedauerte er. Auch in den Ortsteilen gebe es etliche solcher Flächen. Die Nachfrage sei groß; zuletzt seien bei der Verlosung der Bauplätze für das neue Gebiet im Seeflur etliche Bewerber leer ausgegangen.

Auf die Frage von Herbert Lorey, warum man die Bauplätze nicht stärker für Einheimische reserviere, erläuterte der Bürgermeister, dass dies rechtlich nicht so leicht möglich sei. Lorey hatte angeregt, lieber ein gesundes Wachstum der Gemeinde mit weniger Plätzen, und die für Einheimische, zu forcieren.

Ortsumgehung und Kindergarten

Zur laufenden Sanierung der Kläranlage sagte Köhler, dass einiges nach 30 Jahren notwendig wurde. Ein Millionenbetrag werde fällig. Noch nicht geklärt sei, ob man zur Finanzierung von den Bürgern Ergänzungsbeiträge erhebe. An der Abwasseranlage entstand wegen höherer Auflagen ein zusätzliches Gebäude. Im Raum steht der künftige Anschluss der Nachbargemeinden Castell und Abtswind an die Wiesentheider Anlage. Es stünden noch Gutachten aus; bis Ende des Jahres wisse man mehr, so Köhler.

Zur Entlastungs- oder Umgehungsstraße teilte der Bürgermeister mit, dass kürzlich eine neue Verkehrszählung erfolgte. Die Auswertung liege noch nicht vor. Um Zuschüsse zu erhalten, sei nicht mehr, wie früher, der Bau eines kompletten Rings erforderlich. Köhler streifte etliche weitere Themen wie den Stand bei den Kindergärten. Wo der neue gebaut werde, solle im September entschieden werden.